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Abiturzeugnisse, Auszeichnungen und viel Dankbarkeit beim Abiball

Hechingen. Mit der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse in der Stadthalle endete für 55 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hechingen ihre Schulzeit. Die meisten von ihnen hatten acht Jahre lang auf diesen besonderen Moment hingearbeitet. Beim Abiball konnten sie nun endlich das Zeugnis der Hochschulreife in Empfang nehmen.

Passend zum Motto „ABI VEGAS – Um jeden Punkt gepokert“ war die Stadthalle im Casino-Stil mit Pokerchips, Spielkarten und Luftballons dekoriert. Doch an diesem Abend ging es nicht mehr um das Ringen um Punkte, sondern darum, die erreichten Erfolge gemeinsam mit Eltern, Familie, Lehrkräften und Freunden zu feiern. Mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,26 kann sich der Abiturjahrgang 2026 dabei durchaus sehen lassen.

Den Auftakt des Abends gestaltete die beeindruckende Abiband, die mit dem Song „Auf uns“ von Andreas Burani den perfekten musikalischen Einstieg bot und die Stimmung des Abends einfing. Mit großer Professionalität setzten die Musikerinnen und Musiker die unterschiedlichsten Instrumente ein und begleiteten dabei auch die Gesangsdarbietungen. Im weiteren Verlauf des Programms begeisterte die Band das Publikum mehrfach in wechselnden Besetzungen, wobei auch ABBA mit „The Winner Takes it All“ zu hören war. 

Den offiziellen Teil des Abends eröffnete schließlich Schulleiterin Melanie Dreher. Sie dankte den Eltern und Lehrkräften, die die Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit begleitet und unterstützt hätten. Gleichzeitig würdigte sie den Jahrgang selbst als „einen besonderen Abiturjahrgang – nett, freundlich, offen und engagiert“. Viele hätten Verantwortung übernommen, das Schulleben aktiv mitgestaltet und sich in vielfältiger Weise für die Schulgemeinschaft eingesetzt.

Ein besonderes Lob sprach die Schulleiterin für den harmonisch verlaufenen „Day After“ aus. Einen so reibungslosen Ablauf habe sie seit ihrem Amtsantritt noch nicht erlebt. Außerdem verwies sie auf das großformatige Wandgemälde im Außenbereich der Schule neben dem Eingang zum Lehrerzimmer, das insbesondere die Kunstschülerinnen in tagelanger Arbeit gestaltet hatten und das eine bleibende Erinnerung an den Abiturjahrgang 2026 sein werde. In ihrer Rede griff Melanie Dreher Gedanken aus einer Abiturrede der Schriftstellerin Jenny Erpenbeck auf, deren Roman Heimsuchung zu den Schwerpunktthemen im Leistungskurs Deutsch gehörte. Die Worte der Schriftstellerin forderten unter anderem dazu auf, neue Lebenswege zu wählen und dabei auch an die eigenen Grenzen zu gehen. Dieser Aufforderung schloss sich die Schulleiterin an und wünschte in diesem Sinne den Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute für die Zukunft. 

Auch die Rede anlässlich der Verleihung des Scheffelpreises nahm Bezug auf Jenny Erpenbecks Werk Heimsuchung. Da Scheffelpreisträgerin Melanie Goßger nicht anwesend sein konnte, trug Lisa Schmidt ihre Rede vor. Darin setzte sie sich mit den unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs „Heimsuchung“ auseinander und verband ihre Gedanken mit einem herzlichen Dank an alle, die den Abiturjahrgang auf seinem Weg begleitet hatten.

Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend die Übergabe der Abiturzeugnisse. Darüber hinaus wurden zahlreiche Preise und Belobigungen für herausragende schulische Leistungen verliehen. Die Vielzahl der ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler zeigte eindrucksvoll das hohe Leistungsniveau des Jahrgangs. Den vom Haus Nazareth gestifteten Sozialpreis erhielt Layla Grauer. Als Schülersprecherin und durch ihr vielfältiges Engagement habe sie Verantwortung übernommen und das Schulleben in besonderer Weise bereichert, hieß es in der Laudatio.

Nach dem offiziellen Festakt wartete auf die Gäste ein warmes Buffet, das vom Lamm aus Stein zubereitet worden war. Für den abwechslungsreichen Nachtisch sorgten die Abiturientinnen und Abiturienten selbst mit einem reichhaltigen Dessertbuffet.

Anschließend nutzten die Kurse die Gelegenheit, sich bei ihren Lehrerinnen und Lehrern für die gemeinsame Zeit zu bedanken. Immer wieder hoben die Schülerinnen und Schüler die große Unterstützung hervor, die sie während ihrer Schulzeit erfahren hatten. Mit persönlichen Geschenken und Dankeskarten drückten sie ihre Wertschätzung aus. Auch Schulleiterin Melanie Dreher, ihre Stellvertreterin Uta Schoder sowie Schulsekretärin Anastasia Wieland wurden mit Blumensträußen bedacht.

Für Unterhaltung sorgte das von den Abiturientinnen und Abiturienten vorbereitete Abendprogramm. Bei verschiedenen Spielen traten jeweils drei Lehrer gegen drei Schüler an. So mussten Kinderbilder erraten und humorvolle Prophezeiungen über Lehrer und Schüler abgegeben werden. In einer ausführlichen Foto- und Filmpräsentation ließ der Jahrgang anschließend seine gemeinsame Schulzeit Revue passieren, wobei vor allem die Erlebnisse der Oberstufe noch einmal lebendig wurden.

Zum Abschluss versammelte sich der gesamte Abiturjahrgang noch einmal auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit einem gemeinsamen Tanz. Danach wurde bis tief in die Nacht gefeiert – Abschluss einer Schulzeit, die für die 55 Absolventinnen und Absolventen mit diesem Abend endgültig zu Ende ging.

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SWR-Journalistin gibt Einblicke in die Welt des Journalismus

Wie entstehen eigentlich Nachrichten? Woran erkennt man glaubwürdige Informationen? Und wie arbeitet eine Journalistin oder ein Journalist im Alltag? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 des Gymnasiums Hechingen bei einem Besuch der SWR-Journalistin Sonja Legisa.

Im Rahmen eines jeweils zweistündigen Projekts nahmen zwei zehnte Klassen an dem abwechslungsreichen Workshop teil. Zu Beginn informierte Sonja Legisa über die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten beim Südwestrundfunk (SWR). Dabei stellte sie das vielfältige Medienangebot des öffentlich-rechtlichen Senders vor – von Radioprogrammen bis hin zu verschiedenen Sendungsformaten – und berichtete anschaulich aus ihrem Berufsalltag. Außerdem erklärte sie den Weg einer Nachricht von der ersten Recherche bis zur Veröffentlichung und beantwortete Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler.

Im praktischen Teil wurden die Klassen jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe setzte sich damit auseinander, wie Jugendliche heute Nachrichten nutzen und wahrnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem kritischen Umgang mit KI-generierten Bildern. Die Schülerinnen und Schüler erhielten hilfreiche Tipps, wie sich die Glaubwürdigkeit und Qualität solcher Inhalte überprüfen lassen. Darüber hinaus lernten sie verschiedene Recherchestrategien kennen.

Die zweite Gruppe durfte einen Blick hinter die Kulissen einer Live-Radioschalte werfen. Dabei erfuhren die Jugendlichen, wie eine Livesendung abläuft, und konnten selbst aktiv werden: Sie sprachen kurze Nachrichten oder Anmoderationen ein und sammelten so erste Erfahrungen am Mikrofon. Anschließend wechselten die Gruppen, sodass alle Teilnehmenden beide Workshop-Stationen erleben konnten.

Organisiert wurde der vielfältige Exkurs in die Welt des Journalismus von Deutsch- und Geschichtslehrer Moritz Gessert. Der Besuch machte den Schülerinnen und Schülern bewusst, wie wichtig unabhängige, glaubwürdige und kompetente Berichterstattung ist. Gleichzeitig erhielten sie wertvolle Anregungen, wie sie Informationen kritisch hinterfragen und sich besser vor Falschmeldungen schützen. 

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Von der Schulbank in die KI-Welt: Ehemalige Schüler begeistern mit Blick in die Zukunft

Die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses Informatik Klassenstufe 11 kamen in den Genuss eines spannenden Vortrags über Künstliche Intelligenz – vielleicht besonders interessant, da dieser von ehemaligen Absolventen des Gymnasiums angeboten wurde. Serhat Bulut und Atakan Camoglu kehrten an das Gymnasium Hechingen zurück, um ihre Erfahrungen aus Studium und Beruf mit der Schulgemeinschaft zu teilen.

Serhat legte 2020 sein Abitur am Gymnasium Hechingen ab, Atakan folgte ein Jahr später. Heute arbeitet Serhat als Berater, während Atakan kurz vor dem Abschluss seines Masterstudiums steht und bereits selbstständig tätig ist. Trotz ihrer beruflichen Wege ist die Verbundenheit mit ihrer ehemaligen Schule geblieben.

Eingeladen wurden die beiden von Informatiklehrer Yunis Diri, der gemeinsam mit seinem Informatikkurs die Veranstaltung organisierte. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen aktuelle Entwicklungen im Bereich der KI sowie deren Auswirkungen auf Schule, Studium, Beruf und Alltag. Darüber hinaus ging es um die Frage, welche Kompetenzen junge Menschen künftig benötigen und wie sie sich bereits heute auf die Arbeitswelt von morgen vorbereiten können.

Besonders lebendig wurde die Veranstaltung durch den Austausch mit den Schülerinnen und Schülern. Schnell zeigte sich, dass viele bereits regelmäßig KI-Anwendungen wie ChatGPT zum Lernen einsetzen – etwa zum Erstellen von Karteikarten oder zum Zusammenfassen von Unterrichtsinhalten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass den Jugendlichen ein kritischer und reflektierter Umgang mit den Ergebnissen wichtig ist.

An diese Erfahrungen knüpfte Atakan Camoglu an: Viele Schülerinnen und Schüler nutzten KI bereits regelmäßig, würden jedoch häufig die technischen Grundlagen oder die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten noch nicht kennen. Deshalb sei es wichtig, nicht nur die Möglichkeiten der Technologie aufzuzeigen, sondern auch einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr zu vermitteln.

Für besonderes Interesse sorgten die interaktiven Demonstrationen. Die Schülerinnen und Schüler konnten live erleben, wie moderne KI-Systeme Texte verfassen, Bilder generieren und komplexe Aufgaben innerhalb weniger Sekunden bearbeiten. Auch die Gelegenheit, Fragen zu Studien- und Berufswegen sowie zu den Auswirkungen von KI auf verschiedene Berufsfelder zu stellen, wurde intensiv genutzt.

Den Abschluss bildete eine kreative Prompt-Challenge. Die Aufgabe bestand darin, mithilfe einer KI ein Werbebild für Brokkoli zu entwickeln und einen Werbeslogan zu entwerfen, der Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren anspricht. Innerhalb kurzer Zeit entstanden zahlreiche originelle und überraschend professionelle Ergebnisse. Gleichzeitig wurde deutlich, wie entscheidend eine präzise Formulierung des Prompts für die Qualität der KI-Ausgaben ist.

Die positive Resonanz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte zeigte, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. Weitere gemeinsame Veranstaltungen rund um Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen sind daher bereits in Planung.

Der Nachmittag machte deutlich: Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz entsteht nicht nur in internationalen Technologieunternehmen, sondern beginnt auch vor Ort – in Schulen, Klassenzimmern und durch engagierte junge Menschen. Das Gymnasium Hechingen freut sich darauf, die Zusammenarbeit mit seinen ehemaligen Absolventen fortzusetzen und gemeinsam neue Impulse für die Bildung von morgen zu setzen.

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Schulinterner Wettbewerb: Mein Buch des Sommers

Liebe Schülerinnen und Schüler,
die Unter- und Mittelstufenbücherei startet die Aktion „Mein Buch des Sommers“.
Gestaltet zu einem Buch eurer Wahl ein Plakat. Das Buch könnt ihr natürlich auch in der Bücherei ausleihen.
Auf das Plakat gehören:
ein Bild zum Buch (z. B. eine Zeichnung, Collage oder Skizze),
der Inhalt des Buches in einem Wort,
euer Lieblingszitat aus dem Buch.
Die Vorlage findet ihr im Downloadbereich der Schulhomepage. Außerdem liegt sie während der Öffnungszeiten der Bücherei im A3-Format aus.
Abgabeschluss in der Unterstufenbibliothek ist der 16.07. Unter besonders gelungenen Einreichungen werden attraktive Sachpreise verlost.
Wir freuen uns auf viele kreative Beiträge und wünschen euch viel Freude beim Lesen und Gestalten.
Euer Büchereiteam

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Außerunterrichtliche Veranstaltungen Englisch Geschichte Seminarkurs

Bewegende Ausstellungseröffnung am Gymnasium Hechingen

Die Ausstellungseröffnung „Finding Ivy – a life worthy of life“ am Gymnasium Hechingen wurde für die zahlreichen Gäste zu einem eindrucksvollen Abend der Erinnerung und des Nachdenkens. In würdiger und bewegender Atmosphäre gelang es den Beteiligten, ein sensibles Thema mit großer Ernsthaftigkeit und zugleich menschlicher Nähe zu präsentieren.

Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass die Veranstaltung weit mehr sein sollte als eine klassische Ausstellungseröffnung. Die eigens aus England angereiste Initiatorin der Ausstellung, Dr. Atherton, sprach in ihrem Grußwort über die Anfänge ihrer Forschung, die Bedeutung von Erinnerungskultur und darüber, wie wichtig es sei, den Opfern nationalsozialistischer Gewalt ihre Namen und Geschichten zurückzugeben. Ihre persönliche Präsenz verlieh dem Abend eine besondere Dimension.

Im Mittelpunkt standen jedoch die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses „Ermöglichungsräume von Gewalt“, die sich über Monate intensiv mit der Aktion T4 und den sogenannten NS-„Euthanasie“-Verbrechen beschäftigt hatten. Besonders überzeugend war dabei das dramaturgische Konzept des Abends: Nach der Einführung durch Dr. Atherton, der historischen Einordnung durch den Geschichtslehrer Dr. Benjamin Bräuer und der anschließenden persönlichen Verortung durch die zweite Lehrkraft, Prof. Harald Sonntag-Weisshaar, präsentierten die Schülerinnen an mehreren Stationen sachlich und konzentriert die historischen Hintergründe, Forschungsergebnisse und Fakten zu den Verbrechen in Grafeneck. 

Gerade diese zunächst nüchterne Darstellung der Fakten machte den späteren Höhepunkt des Abends umso eindringlicher. Nach dem bewegenden videografierten Beitrag einer in Hechingen lebenden, heute 93-jährigen Zeitzeugin, deren Vater in Grafeneck ermordet wurde, enthüllten die Schülerinnen und Schüler schließlich unter musikalischer Begleitung die 16 Einzelbanner mit den Biografien der Opfer gleichzeitig. Aus anonymen Zahlen wuchsen um die Anwesenden plötzlich konkrete Menschen mit Gesichtern, Lebensgeschichten und Familien in die Höhe. Dieser Moment sorgte bei vielen Gästen für sichtbare Betroffenheit und lange Stille.

Einen entscheidenden Anteil an der besonderen Atmosphäre des Abends hatte auch die musikalische Begleitung durch die Pianistin Clara Vinzenz, ebenfalls Schülerin der Jahrgangsstufe 11. Mit großer Sensibilität und musikalischem Feingefühl gelang es ihr, den Abend emotional zu tragen und ihre ruhigen Klavierstücke verliehen dem Beginn des Abends sowie der Enthüllung der Aufsteller eine fast meditative Wirkung und unterstrichen die Würde der gesamten Eröffnung auf eindrucksvolle Weise.

Trotz des schweren Themas wirkte der Abend nie bedrückend oder distanziert. Vielmehr entstand eine Atmosphäre des gemeinsamen Erinnerns, Nachdenkens und Lernens. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig historische Bildung und Erinnerungskultur gerade heute sind – und wie engagiert junge Menschen sich mit Fragen von Verantwortung, Gewalt und Menschlichkeit auseinandersetzen können. In einer abschließenden Fragerunde erhielten die Teilnehmenden des Seminarkurses Gelegenheit, über ihre derzeitigen Forschungsschwerpunkte zu berichten sowie Einblicke in ihre Seminararbeiten zu geben. Diese reichen von der Beschäftigung mit einzelnen Tätern über die Aufarbeitung von Sprache und Propaganda bis hin zu Ermöglichungsräumen von Gewalt gegen Frauen und dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit im Falle der Firma Hugo Boss.

Viele Gäste kamen mit den Schülerinnen aber auch untereinander ins Gespräch oder betrachteten die Exponate in stiller Aufmerksamkeit. Die Ausstellungseröffnung von Finding Ivy wurde so zu weit mehr als einer schulischen Veranstaltung: zu einem bewegenden Zeichen gelebter Erinnerungskultur. Dazu passte es dann auch, dass alle Besucher beim Verlassen des Gymnasiums einen kleinen Erinnerungsstein mitnehmen konnten, der sie sowohl an die Ausstellung als auch an eines der Einzelschicksale erinnern soll.

Die Ausstellung ist im Eingangsbereich des Gymnasiums noch bis Mitte Juni zu den Öffnungszeiten des Gebäudes (7:30 Uhr – 17:30 Uhr, nicht am Wochenende und in den Pfingstferien) öffentlich zugänglich und kann dort besichtigt werden.

Weitere Informationen auch unter: https://www.findingivy.org/

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Außerunterrichtliche Veranstaltungen Biologie Geographie Wettbewerb

„Echt kuh-l!“: Gymnasium Hechingen gewinnt bundesweiten Schulwettbewerb

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ hieß es für die Klasse 6d letzte Woche. Denn sie sind die glücklichen Gewinner: Die Klasse 6d des Gymnasiums belegte im bundesweiten Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat den ersten Platz ihrer Altersgruppe. Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag zum Motto „Expedition Wiese und Acker: Erforsche die Artenvielfalt im Ökolandbau!“ überzeugten sie die Jury.

Was leisten Insekten, Vögel und andere Tiere auf dem Acker für das Ökosystem? Und wie sichert Artenvielfalt unsere Ernährung? Mit diesen Fragestellungen haben sich rund 3.100 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 10 in der diesjährigen Wettbewerbsrunde von „Echt kuh-l!“ beschäftigt. Durch viel Kreativität und besonderes Engagement stach der Beitrag der Klasse 6d heraus und begeisterte die Jury. 

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Planung, Gestaltung und Konstruktion einer großen Informationstafel im Format 1,5 mal 1 Meter. Die Tafel steht inzwischen gut sichtbar zwischen der Lichtenauhalle und dem Nebengebäude des Gymnasiums – direkt vor dem Insektenhotel und dem Blühstreifen.

Die Informationstafel beschäftigt sich mit den Themen Artenvielfalt, Biodiversität und Ökolandbau. Das nötige Wissen eigneten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur durch intensive Recherchen und den Unterricht der vergangenen Monate an, sondern auch bei einer Exkursion im Mai 2025 zum Binsenberghof in Burladingen-Hausen.

Doch damit nicht genug: Die Klasse entwickelte unter der Leitung der Team- und Geografielehrerin Lisa Pfeuffer nicht nur die Inhalte und das Design der Tafel selbst, sondern kümmerte sich auch um die Finanzierung des Projekts. Dafür verfassten die Schülerinnen und Schüler eigenständig Anträge an Sponsoren und Stiftungen. Mithilfe von Skizzen und Recherchen planten sie außerdem den Bau der Tafel und organisierten die benötigten Materialien.

Besonders kreativ zeigt sich das Projekt durch drei QR-Codes auf der Tafel. Diese führen zu einem Podcast, einem Kurzfilm und einem Comic, die ebenfalls von der Klasse in Kleingruppen geplant und umgesetzt wurden. Zusätzlich laden kleine Tafeln mit Quizfragen unterhalb der großen Informationstafel dazu ein, dass auch andere Interessierte die Themen Artenvielfalt, Biodiversität und Ökolandbau spielerisch entdecken können.

Die Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich nun freuen. Nicht nur ernteten sie große Anerken-nung, sie durften drei spannende Tage mit einem tollen Programm in Berlin verbringen. Im Rahmen der Berlin-Fahrt fand dort die offizielle Preisverleihung im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat statt. Es war der Höhepunkt der Reise, denn dort erhielten alle Erstplatzierten den offiziellen Hauptpreis, die Trophäe „die kuh-le Kuh“ in Gold und ein Preisgeld von 1.500 Euro. Wofür das Geld verwendet werden soll, wird die Klasse nun in aller Ruhe beraten. Die goldene Trophäe erhält einen Ehrenplatz am Gymnasium.

Leider konnte Frau Pfeuffer die Klasse nicht begleiten, da sie in Mutterschutz ist. Dafür begaben sich der Team- und Geografielehrer Harald Sonntag-Weißhaar und die stellvertretende Schulleiterin Uta Schoder mit auf die Reise und zeigten sich ebenfalls sehr begeistert: „Der Wettbewerb hat das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung der ökologischen Landwirtschaft und ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt gestärkt. Mit viel Begeisterung haben sie an ihren Projekten gearbeitet. Die bundesweite Anerkennung hat ihre Motivation zusätzlich gesteigert, weiter an nachhaltigen Themen zu arbeiten.“

Der Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ beschäftigt sich grundsätzlich mit ökologischer Landwirtschaft und Ernährung und setzt jährlich thematische Schwerpunkte. Er ist ein Wettbewerb des Bundespro-gramms Ökologischer Landbau – initiiert und ¬finanziert durch das Bundesministerium für Landwirt-schaft, Ernährung und Heimat. Weitere Informationen zum Wettbewerb und alle Gewinnerbeiträge gibt es unter www.echtkuh-l.de.

Dass ein solches Projekt möglich ist und dann sogar zu einem so großen Erfolg führt, ist nicht zuletzt auch der vielfältigen Unterstützung zu verdanken. Die Klasse 6D bedankt sich deshalb bei Familie Riehle vom Binsenberghof in Burladingen-Hausen für die Unterstützung bei der Exkursion und beim Dreh des Kurzfilms, beim Förderverein des Gymnasiums, der Rapunzel-Stiftung und der Sparkasse Zollernalb für die finanzielle Unterstützung sowie bei den Hausmeistern Herrn Pflumm und Herrn Frank für die Aufstellung und Montage der Tafel. Auch der Stadt Hechingen gilt Dank für die Genehmigung des Projekts sowie Frau Kienlein für ihre Unterstützung bei der Aufnahme des Podcasts. 

Weitere Informationen gibt es unter folgendem Link: https://cloudfiles.gym-hch.de/s/YorkyynNR7Xf3cx. Dieser Link beinhaltet: Bewerbungsvideo, Projektdokumentation und Bild der großen Tafel.

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Außerunterrichtliche Veranstaltungen Sport

Speerwurf hautnah

Das Gymnasium Hechingen begrüßte mit Speerwerfer 
Nick Thumm einen besonderen Gast. Der Deutsche Winterwurfmeister (Saisonbestweite 82,03 m) besuchte die Klassen 5c und 5d und begeisterte mit Einblicken in das Speerwerfen.

 

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Konzert Kulturelle Veranstaltungen Musik Profilfach Musik Schulprofil Startseite

Mitreißende Rhythmen in der Aula des Gymnasiums

Wie so oft, wenn die Musikensembles des Gymnasiums zu einem Konzert einladen, war die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt. Wer zu spät kam, musste sich mit einem Platz in den hinteren Reihen begnügen oder sogar stehen.

Unter dem Motto „Zwischen Magie und Groove“ präsentierten die Big Band, das Musikprofil der Klassenstufe 8 sowie mehrere Solistinnen und Solisten ein abwechslungsreiches Programm. Den ersten Teil des Abends gestaltete das Musikprofil der achten Klassen unter der Leitung von Wolfgang Nägele, dessen Beiträge ganz im Zeichen der Magie standen. Aufgeführt wurden unter anderem Goethes „Hexen-Einmaleins“ sowie die „Hexenfuge“. Mit viel Schwung und sichtbarer Spielfreude überzeugten die jungen Musikerinnen und Musiker, begleitet von Wolfgang Nägele am Klavier.

Neben dem Gesang bereicherten auch eine kreative Tanzeinlage und ein kurzes szenisches Spiel das Programm. Letzteres griff – passend zum Motto – in einer kompakten Darstellung das Märchen „Hänsel und Gretel“ auf.

Im Anschluss begeisterten die Solistinnen Christianna Gatsonidou und Kamila Kamalova das Publikum mit ihren ausdrucksstarken Stimmen. Begleitet wurden sie von Samuel Dieringer am Klavier sowie von Beatrice Fratila am Schlagzeug.

Nach einer Pause, in der der Förderverein die Gäste mit Brezeln und Getränken versorgte, sorgte die Big Band unter der Leitung von Teresa Lopez-Diaz für den zweiten Höhepunkt des Abends. Mit bekannten Stücken wie „Superstition“ von Stevie Wonder und „Fields of Gold“ von Sting brachten die Musikerinnen und Musiker den Saal zum Klingen. Ganz im Sinne des Mottos entstand ein mitreißender Groove, der das Publikum zum Mitklatschen und Mitwippen animierte.

Den krönenden Abschluss bildete „Skyfall“ von Adele, das von Big Band und Musikprofil gemeinsam präsentiert wurde und dem Konzert einen fulminanten Schlusspunkt verlieh.

Auch Schulleiterin Melanie Dreher zeigte sich beeindruckt und sparte nicht mit Lob. Sie dankte allen Mitwirkenden, insbesondere den Musiklehrkräften, die den Abend vorbereitet und die Schülerinnen und Schüler intensiv begleitet hatten.

Das Konzert machte einmal mehr deutlich, wie erfolgreich und motivierend die musikalische Arbeit am Gymnasium ist. So haben die Abiturientinnen und Abiturienten des Musik-Leistungsfachs ihre fachpraktische Prüfung bereits mit Bravour bestanden und bereiten sich nun auf die schriftlichen Prüfungen vor. Auch der musikalische Nachwuchs steht bereits in den Startlöchern: Für das kommende Musikprofil der Klassenstufe 8 haben sich über 30 Schülerinnen und Schüler angemeldet.

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Außerunterrichtliche Veranstaltungen Kulturelle Veranstaltungen Startseite

Lehrerkabarett begeistert Publikum in der Aula

Gut 100 Gäste hatten sich in der Aula des Gymnasiums eingefunden, um sich vom Kabarett „Die Lehrer“ einen unterhaltsamen Abend bereiten zu lassen. Ulrich Munz und Martin Ruppenthal präsentierten ihr Programm „Querschläger“ und stellten dabei eindrucksvoll ihr schauspielerisches Talent unter Beweis. In verschiedenen Rollen schlüpften sie etwa in die Figur eines Vaters, der beim Elternsprechtag erscheint, eines Kollegen, der wegen Burnout beim Psychologen sitzt, oder eines Lehrers während einer Gesamtlehrerkonferenz.

Musikalisch begleitet wurde das Programm von Simon Föhr am Flügel, der nicht nur für die passende musikalische Untermalung sorgte, sondern auch mit dem einen oder anderen Zwischenruf zum Gelingen des Abends beitrug.

Die beiden Kabarettisten, gekleidet in auffällige grüne Anzüge – finanziert von Frau Schopper – traten als Rekruten auf, die Quereinsteiger für den Lehrerberuf suchen. Der Bus, so ihre Geschichte, warte bereits und nach dem Programm werde sich entscheiden, wer gleich mitfahren dürfe – etwa nach Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg oder Tübingen.

Doch eine solche Entscheidung sollte wohlüberlegt sein. Deshalb führten die beiden zahlreiche Szenen aus dem Schulalltag vor, die dem Publikum immer wieder lautstarke Lacher entlockten. Ob sie Lehrer aufs Korn nahmen, die bei jeder Veränderung sofort „Bedenken“ oder „Bauchweh“ anmelden, oder einen Pädagogen darstellten, der in unnachahmlicher Weise am Verlust seiner geliebte analoge Tafel litt und nun mit Whiteboard und Tablet arbeiten soll – die Figuren waren bewusst überzeichnet und doch stets mit einem Funken Wahrheit versehen, was den besonderen Humor der Darbietung ausmachte.

Zwischendurch wurde immer wieder gemeinsam gesungen, und das Publikum wurde mit dem Slogan „Werd’ Lehrer“ konfrontiert. Allerdings – so die augenzwinkernde Botschaft – nur mit vollem Deputat, denn nur dann gebe es auch ein volles Gehalt. Wer sein Deputat reduziere, arbeite zwar weiterhin voll, bekomme aber eben nicht das volle Gehalt.

In der Pause sorgten Abiturientinnen mit Getränken und Brezeln für das leibliche Wohl der Gäste. Am Ende des Abends gab es lang anhaltenden Applaus für die beiden Schauspieler und ihren Pianisten, die das Publikum erst nach einer Zugabe von der Bühne ließ.

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Landtagspräsidentin Aras zu Besuch am Gymnasium

Rund 25 bis 30 Schulen besucht die Landtagspräsidentin Muhterem Aras jährlich. Auf Initiative des Gemeinschaftskundelehrers Joachim Schulz kam auch das Gymnasium Hechingen in den Genuss eines Besuchs, an dem die Klassen 10 sowie das Leistungsfach Gemeinschaftskunde teilnehmen durften.

Zu Beginn begrüßten die Schulleiterin Melanie Dreher sowie die Schülersprecherinnen Kamila Kamolova und Sofie Wolf die Landtagspräsidentin ebenso wie den Bürgermeister Philipp Hahn und die Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg.

Sehr offen und schülernah berichtete Frau Aras von ihren Erfahrungen als Gastarbeiterkind, das im Alter von zwölf Jahren nach Deutschland kam. Besonders prägend sei für sie die hier herrschende Religionsfreiheit gewesen: Dass sie offen darüber sprechen konnte, Kurdin zu sein und dem alevitischen Glauben anzugehören, habe sie als eine Art Aha-Erlebnis empfunden. Seit zehn Jahren ist sie Landtagspräsidentin. Ein zentrales Anliegen ist es für sie, sich für die Demokratie und gegen Rassismus einzusetzen – auch wenn dies bedeutet, unter Polizeischutz zu stehen.

In ihrem Vortrag knüpfte sie an die Worte von Melanie Dreher an, die in ihrer Begrüßung ein Zitat von Angela Merkel aufgegriffen hatte: „Demokratie lebt vom Mitmachen.“ Auch Frau Aras betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg sei, in einer Demokratie zu leben. Jede und jeder könne und solle dazu beitragen. Demokratien, so führte sie aus, zerbrächen häufig dann, wenn sich nicht genügend Menschen aktiv für sie einsetzten. Deshalb lohne es sich immer, für die Demokratie einzustehen.

Im Anschluss an ihren Vortrag beantwortete Frau Aras die Fragen der Schülerinnen und Schüler offen und authentisch. Ihre Antworten waren ausführlich und stets adressatengerecht. So fragte ein Schüler beispielsweise, ob soziale Medien der Politik eher geschadet oder genutzt hätten. Frau Aras antwortete differenziert und rief dazu auf, Informationen und Meinungen kritisch zu hinterfragen, anstatt sie ungeprüft zu übernehmen.

Nachdem sie berichtet hatte, dass sie regelmäßig mit Hasskommentaren konfrontiert werde und selbst Rassismus erfahre, stellte ein Schüler die Frage, warum sie sich dies überhaupt antue. Ihre klare Antwort lautete: „Jetzt erst recht.“ Man dürfe nicht nachgeben oder sich abschrecken lassen. Sie habe Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen, und wolle keinesfalls klein beigeben. Grundlage ihres politischen Handelns sei stets das Grundgesetz. Es bilde die entscheidende Basis für den politischen Austausch – unabhängig von Parteizugehörigkeiten. Dabei seien ein respektvoller Umgang und ein vertrauensvolles Miteinander von zentraler Bedeutung, die bereits im Kleinen beginnen.

Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die Veranstaltung aufmerksam und zeigten großes Interesse. So konnte ein weiterer wichtiger Beitrag zur Demokratiebildung am Gymnasium geleistet werden.