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Landtagspräsidentin Aras zu Besuch am Gymnasium

Rund 25 bis 30 Schulen besucht die Landtagspräsidentin Muhterem Aras jährlich. Auf Initiative des Gemeinschaftskundelehrers Joachim Schulz kam auch das Gymnasium Hechingen in den Genuss eines Besuchs, an dem die Klassen 10 sowie das Leistungsfach Gemeinschaftskunde teilnehmen durften.

Zu Beginn begrüßten die Schulleiterin Melanie Dreher sowie die Schülersprecherinnen Kamila Kamolova und Sofie Wolf die Landtagspräsidentin ebenso wie den Bürgermeister Philipp Hahn und die Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg.

Sehr offen und schülernah berichtete Frau Aras von ihren Erfahrungen als Gastarbeiterkind, das im Alter von zwölf Jahren nach Deutschland kam. Besonders prägend sei für sie die hier herrschende Religionsfreiheit gewesen: Dass sie offen darüber sprechen konnte, Kurdin zu sein und dem alevitischen Glauben anzugehören, habe sie als eine Art Aha-Erlebnis empfunden. Seit zehn Jahren ist sie Landtagspräsidentin. Ein zentrales Anliegen ist es für sie, sich für die Demokratie und gegen Rassismus einzusetzen – auch wenn dies bedeutet, unter Polizeischutz zu stehen.

In ihrem Vortrag knüpfte sie an die Worte von Melanie Dreher an, die in ihrer Begrüßung ein Zitat von Angela Merkel aufgegriffen hatte: „Demokratie lebt vom Mitmachen.“ Auch Frau Aras betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg sei, in einer Demokratie zu leben. Jede und jeder könne und solle dazu beitragen. Demokratien, so führte sie aus, zerbrächen häufig dann, wenn sich nicht genügend Menschen aktiv für sie einsetzten. Deshalb lohne es sich immer, für die Demokratie einzustehen.

Im Anschluss an ihren Vortrag beantwortete Frau Aras die Fragen der Schülerinnen und Schüler offen und authentisch. Ihre Antworten waren ausführlich und stets adressatengerecht. So fragte ein Schüler beispielsweise, ob soziale Medien der Politik eher geschadet oder genutzt hätten. Frau Aras antwortete differenziert und rief dazu auf, Informationen und Meinungen kritisch zu hinterfragen, anstatt sie ungeprüft zu übernehmen.

Nachdem sie berichtet hatte, dass sie regelmäßig mit Hasskommentaren konfrontiert werde und selbst Rassismus erfahre, stellte ein Schüler die Frage, warum sie sich dies überhaupt antue. Ihre klare Antwort lautete: „Jetzt erst recht.“ Man dürfe nicht nachgeben oder sich abschrecken lassen. Sie habe Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen, und wolle keinesfalls klein beigeben. Grundlage ihres politischen Handelns sei stets das Grundgesetz. Es bilde die entscheidende Basis für den politischen Austausch – unabhängig von Parteizugehörigkeiten. Dabei seien ein respektvoller Umgang und ein vertrauensvolles Miteinander von zentraler Bedeutung, die bereits im Kleinen beginnen.

Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die Veranstaltung aufmerksam und zeigten großes Interesse. So konnte ein weiterer wichtiger Beitrag zur Demokratiebildung am Gymnasium geleistet werden.

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Von Wahl-O-Mat bis Deutschlandradio: Hechinger Schüler mitten im Wahlkampf

Hechingen. Kurz bevor die Baden-Württemberger am Sonntag offiziell zur Wahlurne schritten, durften die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hechingen schon einmal den Ernstfall proben. Im Rahmen der Juniorwahl zur Landtagswahl simulierten die Klassenstufen 8 bis 12 den demokratischen Prozess. 

Durchgeführt wurde das Projekt über die Politiklehrerinnen und Politiklehrer im Gemeinschaftskundeunterricht, wo die Landtagswahl in den vergangenen Wochen intensiv vorbereitet und besprochen wurde. Neben der Analyse von Wahlprogrammen kam dabei beispielsweise auch der Wahl-O-Mat zum Einsatz, der den Jugendlichen half, die Positionen der Parteien mit den eigenen Ansichten abzugleichen. „Es ist wichtig, dass die Schüler verstehen, dass ihre Stimme zählt und wie das politische System funktioniert“, so Joachim Schulz, der Organisator der Juniorwahl.

Die Auszählung der Stimmen ergab ein klares Bild: Die CDU wurde mit 31,6 Prozent der Stimmen klarer Schulsieger. Die AfD folgte mit 15,5 Prozent auf dem zweiten Platz. Dahinter lieferten sich Grüne, SPD und Die Linke mit jeweils 10,8 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die FDP kam auf 5,2 Prozent. Alle anderen Parteien wären an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Die Juniorwahl ermöglicht es Jugendlichen, den Akt der Stimmabgabe praktisch zu erleben und so Ängste vor Fehlern oder Unwissenheit am eigentlichen Wahltag abzubauen. Durch die intensive Vorbereitung im Unterricht wird politisches Interesse geweckt und ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass die eigene Stimme ein wichtiges Werkzeug zur Meinungsäußerung in der Demokratie ist. Nicht zuletzt fördert das Projekt die Diskussionskultur untereinander, da die Schüler lernen, sich eine fundierte Meinung zu bilden und diese gegenüber anderen zu vertreten.

Eine besondere Note erhielt das Projekt in einem Politikkurs der Klassenstufe 11. Dort war das Deutschlandradio zu Gast. Landeskorrespondent Moritz Fehrle wollte es genau wissen und fragte nach: Was bewegt die Jungwählerinnen und Jungwähler? Viele der 16- und 17-Jährigen, die am Sonntag erstmals offiziell ihre Stimme abgeben dürften, zeigten sich in den Gesprächen erstaunlich gut informiert. Die Themenpalette reichte von Bildungspolitik über Klimaschutz bis hin zur wirtschaftlichen Zukunft des Landes.

Das Gymnasium Hechingen beteiligt sich bereits zum wiederholten Male an der Juniorwahl und sieht sich in seinem Engagement bestätigt: Demokratiebildung sei keine einmalige Veranstaltung, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

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Klasse 10c erlebt EU-Politik hautnah

Einen besonderen Einblick in die Arbeit der Europäischen Union erhielt die Klasse 10c des Gymnasiums Hechingen bei einem Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg. Im Rahmen der Veranstaltung Euroscola Regional konnten die Schülerinnen und Schüler für einen Tag selbst in die Rolle von Europaabgeordneten schlüpfen und europäische Politik unmittelbar erleben.

Euroscola ist ein Programm des Europäischen Parlaments, das Jugendlichen aus allen Mitgliedstaaten politische Entscheidungsprozesse näherbringt. Die Regionalausgabe richtet sich speziell an Schulklassen aus Baden-Württemberg und dem Elsass und ermöglicht einen intensiven Workshop-Tag im Straßburger Parlamentsgebäude – mit kurzen Anfahrtswegen und einem klaren Fokus auf aktuelle europäische Fragestellungen.

„Der Mehrwert liegt im Erleben von Demokratie als Prozess“, betont der begleitende Lehrer Joachim Schulz. „Die Jugendlichen erfahren, wie Meinungsbildung funktioniert, warum Kompromisse notwendig sind und welche Bedeutung europäische Zusammenarbeit gerade in herausfordernden Zeiten hat.“

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Videobotschaft von Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, die das Engagement junger Menschen für die Zukunft Europas hervorhob. Daran schloss sich ein Interview mit der französischen Europaabgeordneten Fabienne Keller an. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zur Zukunft der EU, zur europäischen Klimapolitik sowie zum Umgang mit populistischen Strömungen zu stellen.

Ein weiterer Programmhöhepunkt war das Innovation Lab „Our European Values: Defending Fundamental Rights and Democracy“. In interaktiven Workshops setzten sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander, wie Grundrechte und demokratische Werte insbesondere im digitalen Raum geschützt werden können.

Euroscola

Nach der Mittagspause in der Parlamentskantine folgte die Simulation parlamentarischer Arbeit. Von der Bildung politischer Fraktionen über engagierte Debatten bis hin zur Abstimmung über realitätsnahe Gesetzesvorschläge durchliefen die Schülerinnen und Schüler alle zentralen Schritte des parlamentarischen Prozesses. „Man merkt schnell, wie schwierig es ist, einen gemeinsamen Text zu formulieren – und wie zufriedenstellend es ist, am Ende eine Lösung zu finden“, schilderte ein Teilnehmer.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für europäische Politik kehrte die Klasse 10c nach Hechingen zurück. Der Besuch machte deutlich: Europa ist keine abstrakte Idee, sondern lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Standpunkte vertreten und gemeinsam Entscheidungen treffen.

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Europa zu Gast: Baumschmuck mit Grüßen aus ganz Europa


In der Pausenhalle des Gymnasiums Hechingen steht in diesem Jahr ein ganz besonderer Weihnachtsbaum. Er ist nicht nur mit Lichtern und Kugeln geschmückt, sondern auch mit einer Botschaft der europäischen Verbundenheit. Die Klasse 5d hat erfolgreich am „European Christmas Tree Decoration Exchange“ teilgenommen, einem Projekt, das Schulen in ganz Europa näher zusammenbringt.

Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern basteln typischen Weihnachtsschmuck, schicken ihn an die teilnehmenden Partnerschulen und erhalten im Gegenzug selbstgefertigte Dekorationen aus anderen Ländern zurück. Das Ziel ist es, den Kindern ein Gefühl für die kulturelle Vielfalt Europas zu vermitteln und zu zeigen, wie die Weihnachtstraditionen in den Nachbarländern aussehen.

Mit Feuereifer machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des Gymnasiums Hechingen ans Werk und bastelten typisch deutsche Christbaumkugeln. Diese selbstgemachten Kunstwerke wurden dann auf die Reise in 20 verschiedene europäische Länder geschickt, darunter beispielsweise Schweden, Italien, Polen und Ungarn.

Im Gegenzug trafen in den vergangenen Wochen Päckchen mit Weihnachtsbaumschmuck aus allen Ecken Europas in Hechingen ein. Die Vorfreude der Klasse war riesig, als sie die sorgfältig verpackten Dekorationen auspacken durfte. Nun schmückt ein wahrhaft internationaler Baum die Pausenhalle. Er steht symbolisch für Frieden, Freundschaft und die gemeinsamen Werte in Europa – eine Botschaft, die in der heutigen Zeit wertvoller denn je ist. Die Klasse 5d hat nicht nur Weihnachtskugeln gebastelt, sondern auch Brücken geschlagen.

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Gymnasium Hechingen setzt Zeichen gegen Rassismus

An dem Projekt „Antirassistisches Zirkeltraining“ beteiligten sich am Mittwoch rund 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10c des Gymnasiums Hechingen an einer besonderen Aktion gegen Diskriminierung, die Gemeinschaftskundelehrer Joachim Schulz an die Schule geholt hatte. Veranstaltet wurde das Projekt von der Volkshochschule Hechingen in Zusammenarbeit mit der Initiative für Antidiskriminierungsarbeit im Zollernalbkreis und dem Theater Lindenhof. 

Die Veranstaltung gliederte sich in zwei Teile. Zum Auftakt brachte Stefan Hallmayer, Schauspieler des Theater Lindenhof, in seiner Rolle als „Manfred“ die Jugendlichen auf unkonventionelle Weise mit Demokratie und Grundgesetz in Kontakt. Humorvoll und kritisch zugleich gab der „Weltenbummler und Schwabe“ Denkanstöße und forderte die Jugendlichen heraus, demokratische Werte neu zu betrachten. „Das Grundgesetz ist nicht das Problem – entscheidend ist, was ihr daraus macht!“, betonte Hallmayer. Und weiter: „Das Grundgesetz und Demokratie – diese Themen sind heute wieder sehr aktuell. Man muss sich damit auseinandersetzen. Es sind nämlich nicht nur Paragraphen.“

Im zweiten Teil des Vormittags erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in drei interaktiven Workshops eigene Positionen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Rassismus. Unter der Überschrift „Ist das rassistisch?“ beschäftigten sie sich mit Alltagsrassismus und seiner Einordnung. Bei „Mensch, freu dich!“standen theaterpädagogische Übungen zur Wahrnehmung und Entindividualisierung im Mittelpunkt. Schließlich ging es in „Was kann ich tun, wenn…?“ um konkrete Strategien für Betroffene und Zeugen von Diskriminierung.

Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmenden wieder in der Aula, um ihre Eindrücke auszutauschen und die Ergebnisse der Gruppenarbeiten zusammenzuführen.

Mit dieser Aktion setzte das Gymnasium Hechingen ein klares Signal: Rassismus und Diskriminierung haben keinen Platz – nicht im Schulalltag und nicht in der Gesellschaft.

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So geht Demokratie: Planspiel im Bundestagsstil

Wie funktioniert eigentlich ein Gesetzgebungsverfahren in Deutschland? Dieser Frage gingen 23 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d des Gymnasiums Hechingen nach und hatten dabei Gelegenheit, den komplexen Prozess hautnah mitzuerleben – und zwar nicht aus dem Schulbuch, sondern in einem lebendigen Planspiel: „Bundestag macht Schule“.

Für fünf Stunden verwandelte sich das Klassenzimmer in das Berliner Parlament. Unterstützt wurde die Klasse dabei von drei erfahrenen Teamerinnen der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Außenstelle Tübingen. Nach einer kurzen Einführung in die Aufgaben des Bundestags und den Ablauf der Gesetzgebung durch das LpB-Team ging es direkt in den praktischen Teil: Die Jugendlichen schlüpften in die Rollen fiktiver Bundestagsabgeordneter.

Der Gesetzesvorschlag, den es zu diskutieren galt, hatte es in sich: Ein komplettes Alkoholverbot für Jugendliche. Die Schülerinnen und Schüler wurden verschiedenen (von der LpB erfundenen) Parteien zugeteilt und vertraten fortan deren Positionen – inklusive selbst gewählter neuer Namen und dem Siezen aller Nicht-Parteikolleg:innen.

Es folgten Fraktionssitzungen, leidenschaftliche Debatten in den Ausschüssen, eine erste Lesung im Plenum, Änderungsanträge und schließlich die zweite Lesung mit anschließender Abstimmung. Der Gesetzesvorschlag wurde – in geänderter Form – mehrheitlich angenommen.

In der abschließenden Feedbackrunde zeigten sich die Jugendlichen begeistert: „Es hat richtig Spaß gemacht, mal in eine andere Rolle zu schlüpfen und selbst zu erleben, wie schwierig es sein kann, sich auf ein Gesetz zu einigen“, lautete eine der Stimmen. Auch ihre Lehrerin Diana Geß war überzeugt: „Das Planspiel war eine nachhaltige und anschauliche Möglichkeit, den Gesetzgebungsprozess zu vermitteln – so etwas kann der klassische Unterricht kaum leisten.“

Ein großer Dank ging zum Abschluss an das Team der LpB, das mit viel Engagement und Fachwissen dafür gesorgt hatten, dass an einem spannenden und lehrreichen Vormittag Demokratie lebendig wurde.

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„In was für einer Welt wollen wir leben?“

Eine Demokratie-Graffiti-Aktion des Jugendbüros JU-nited Hechingen in Kooperation mit dem Gymnasium Hechingen

Anfang Januar startete ein Jugendbeteiligungsprojekt vom Jugendbüro JU-nited Hechingen, an dem die Klasse 9b des Gymnasiums maßgeblich beteiligt war. Die Schülerinnen und Schüler durften an einer Demokratie-Graffiti-Aktion teilnehmen, die von der Stadtjugendreferentin Giovanna Ciriello in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftskundelehrer Joachim Schulz vorbereitet worden war. Seit Freitag, den 31. Januar kann das Graffiti-Kunstwerk auf dem Stromhäuschen beim Hechinger Gymnasium am Lehrerparkplatz bewundert werden. Das Projekt stand ganz im Zeichen der Demokratie. Die Jugendlichen entwarfen selbstständig ein Motiv, das zentrale Werte und Begriffe wie Freiheit, Gleichberechtigung, Toleranz und Mitbestimmung künstlerisch, visuell, symbolisch und mit Schlagworten darstellt, und zeigen sollte, in was für einer Welt die Jugendlichen leben wollen.

Im Unterricht sammelten die Schülerinnen und Schüler zunächst Ideen und diskutierten, welche Aspekte für sie eine demokratische Gesellschaft ausmachen. Aus diesen Überlegungen entstand ein gemeinsames Konzept, das schließlich von zwei professionellen Graffitikünstlern auf eine dafür vorgesehene und durch die Stadt Hechingen genehmigte Wand auf dem Lehrerparkplatz des Gymnasiums Hechingen gesprayt wurde. Die Graffiti-Künstler Robin Bliestle und Moritz Huber setzten die Ideen und Statements der Klasse 9b eins zu eins in ein Graffiti-Kunstwerk um. Das Ergebnis ist ein farbenfrohes und aussagekräftiges Kunstwerk, das die Vision der Jugendlichen von einer gerechten und solidarischen Welt widerspiegelt.

„Die Schüler haben sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und ihre Gedanken kreativ zum Ausdruck gebracht“, sagt Joachim Schulz. Giovanna Ciriello ergänzt: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Jugendlichen ihre Vorstellungen von Demokratie und Gemeinschaft in Kunst verwandelt haben. Die Aktion zeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen eine Stimme zu geben.“ Die Graffitiwand bleibt als dauerhaftes Kunstwerk erhalten und soll zum Nachdenken anregen. Die Klasse 9b ist stolz auf ihr Projekt und hofft, dass ihre Botschaft für eine demokratische und lebenswerte Welt auch andere inspiriert.

Das Demokratie-Projekt gehört zu einer Reihe an Jugendbeteiligungsprojekten, die das Jugendbüro JU-nited Hechingen, geleitet von der Stadtjugendreferentin in Kooperation mit unterschiedlichen Jugendlichen über das gesamte Jahr über durchführt. Finanziert wird dies aus dem hierfür bereitgestellten Fördertopf der Stadt Hechingen.

Foto: die Klasse 9b, die Stadtjugendreferentin Giovanna Ciriello (ganz rechts), im Hintergrund: weitere Schüler,  Joachim Schulz und die beiden Klassenlehrkräfte: Stefanie Vogel und Andreas Weber.

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Workshops zum US-Wahlkampf

Schülerinnen und Schüler tauchen in das Rennen ums Weiße Haus ein

Am Dienstag, den 1. Oktober 2024, hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b des Gymnasiums Hechingen die Gelegenheit, einen besonderen Einblick in den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlkampf zu erhalten. Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts, initiiert von Joachim Schulz, wurde jeweils ein zweistündiger Workshop angeboten, der von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) organisiert wurden. Die Referentinnen Annika Weyer von der Außenstelle Tübingen, Julia Zimmermann, freie Mitarbeiterin der LpB, und Diana Wertmann, Hospitantin, führten die Jugendlichen durch das komplexe Thema.

Die Workshops, die als Ergänzung zum regulären Unterricht dienten, boten den Schülerinnen und Schülern eine altersgerechte Möglichkeit, sich intensiv mit politischen Fragen auseinanderzusetzen und Impulse für gesellschaftliches und politisches Engagement zu erhalten. Neben der Vertiefung des Fachunterrichts knüpften sie an die fächerübergreifenden Leitperspektiven des Bildungsplans an und unterstützten den Erwerb demokratiebezogener Kompetenzen, wie sie im „Leitfaden Demokratiebildung“ beschrieben sind.

Mit der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 im Fokus, standen insbesondere die beiden Hauptkandidaten, der ehemalige Präsident Donald Trump und die amtierende Vizepräsidentin Kamala Harris, im Mittelpunkt. Um den Wahlkampf und die damit verbundenen Debatten besser nachvollziehen zu können, startete der Workshop mit einem Quiz, das die beiden Politiker vorstellte. Anschließend wurden zentrale Wahlkampfthemen wie Außenpolitik, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Migrationspolitik und die Rechte der Frauen im Vergleich betrachtet.

Im Anschluss setzten sich die Klassen mit dem Wahlsystem der USA auseinander. Die Schülerinnen und Schüler lernten anhand eines Zeitstrahls die verschiedenen Etappen auf dem Weg ins Weiße Haus kennen. Dabei wurde auch die zentrale Frage behandelt, warum die Präsidentschaftswahl oft in nur sieben der 50 US-Bundesstaaten entschieden wird. Zum Abschluss diskutierten die Teilnehmer gemeinsam, warum man überhaupt Präsident werden möchte und welche Strategien auf dem Weg dorthin Erfolg versprechen könnten.

Die Workshops boten den Jugendlichen eine wertvolle Möglichkeit, sich nicht nur mit einem wichtigen aktuellen politischen Thema auseinanderzusetzen, sondern auch ihre eigenen Standpunkte zu entwickeln und kritisch zu reflektieren, welche Bedeutung politische Teilhabe in ihrem Leben haben kann.

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen wird der Workshop für die Leistungsfächer Englisch Klasse 12 ein weiteres Mal angeboten. Nur drei Tage vor den Wahlen könnte es nochmal spannend werden um das „Race to the White House“.

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Europäischer Wettbewerb Gemeinschaftskunde Startseite Wettbewerb

Europäischer Wettbewerb: Erfolge für Hechinger Gymnasiasten

Der Europäische Wettbewerb, der älteste Schülerwettbewerb der Bundesrepublik Deutschland, feierte in diesem Jahr seine 71. Ausgabe. Seit seiner Gründung im Jahr 1953 durch die Europäische Bewegung Deutschland ist der Wettbewerb zu einer festen Institution an deutschen Schulen geworden, insbesondere in Baden-Württemberg. Da durfte auch das Gymnasium Hechingen nicht fehlen.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und fördert das kreative Engagement junger Menschen zu europäischen Themen. Unter dem diesjährigen Motto „Europa (un)limited!“ setzten sich über 18.500 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg mit 13 verschiedenen Aufgaben auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Zusatzwettbewerb, der unter dem Titel „Europa – nur ab 16? Wir sind alle Europa – auch Du gehörst dazu. Nutze Deine Möglichkeiten, Europa mitzugestalten. Werde aktiv!“ stand. Die Teilnehmenden konnten in Form von Reden, Poetry-Slam-Texten, Raps, Songtexten oder Gedichten ihre Gedanken und Visionen zum Thema Europa ausdrücken.

Mitte Juli fand die feierliche Preisverleihung im Gobelinsaal der Villa Reitzenstein, dem Sitz des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, statt. Auf Einladung des Präsidenten der Europäischen Bewegung Baden-Württemberg, Staatssekretär Florian Hassler, wurden 12 Preisträgerinnen und Preisträger geehrt, darunter gleich fünf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hechingen, die der Einladung zusammen mit Schulleiterin Melanie Dreher und dem Gemeinschaftskundelehrer Joachim Schulz gefolgt waren. Jemima Link belegte den 12. Rang, Lea Katke den 3. Rang, Maximilian Albus den 2. Rang und Sophie Provenza sowie Hanna Kraus teilten sich den 1. Platz. Während der Preisverleihung präsentierte Sophie Provenza ihr Werk und Hanna Kraus beeindruckte das Publikum mit dem zweiten Satz aus der Oboensonate op. 166 von Camille Saint-Saëns auf der Oboe.

Die Vorbereitung auf den Wettbewerb fand im Gemeinschaftskundeunterricht unter der Leitung von Joachim Schulz statt. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a begannen mit Übungen zum kreativen und freien Schreiben, die ihnen halfen, ihre Gedanken zu europapolitischen Themen auszudrücken. Die Poetry-Slam-Formate, die im Rahmen des Unterrichts entwickelt wurden, boten eine besondere Gelegenheit, das Gelernte auf kreative Weise zu vertiefen und zum Ausdruck zu bringen.

Der Europäische Wettbewerb bietet eine optimale Plattform, auf der Schülerinnen und Schüler ihre Ideen für ein gerechteres und vielfältigeres Europa präsentieren können. Durch handlungs- und produktionsorientierte Methoden im Unterricht wird das Verständnis für europäische Themen gefördert und die Kreativität der Jugendlichen angeregt. Der Wettbewerb ermutigt sie, ihre Rolle in Europa aktiv zu gestalten und ihre Stimme einzubringen. Am Gymnasium bildet die Teilnahme am Wettbewerb einen weiteren Baustein zur Demokratiebildung und die Schule ist sehr stolz auf die hervorragende Leistung der Preisträger.

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75 Jahre Grundgesetz – das Gymnasium Hechingen feiert mit

In ganz Deutschland geht es dieser Tage um das Grundgesetz. Seit dem 23. Mai 1949 regelt dieses unser Zusammenleben. 75 Jahre Freiheit, Frieden und Demokratie in Deutschland – eine Erfolgsgeschichte, aber keine Selbstverständlichkeit, wie die Ereignisse in der Welt nah und fern uns immer wieder lehren. Werte, die das Grundgesetz lehrt, sind in unserer Gesellschaft für ein gelingendes Zusammenleben zentral. Dies gilt aber auch in einer Schule, die Gemeinschaft leben möchte. Insofern bietet sich das Jubiläum in doppelter Hinsicht an, in der Schule thematisiert zu werden. So sahen das auch die SMV des Gymnasiums und Gemeinschaftskundelehrer Joachim Schulz.

Gemeinsam überlegten sie sich, wie die Schule diesem wichtigen Anlass Rechnung trage könnte.

Schließlich widmetet sich das Gymnasium dem Grundgesetz gleich drei Tage, an denen verschiedene Aktionen zum Nachdenken anregen und Schülerinnen und Schülern auf unterschiedliche Weise vor Augen führen sollten, welchen Wert Demokratie hat, was Vielfalt und Toleranz bedeutet und warum das Grundgesetz ein so wichtiger Grundpfeiler unserer Gesellschaft ist.

Keine Klasse kam am ersten Morgen um den Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ herum, war er doch am frühen Morgen auf jeder Tafel zu lesen. Ein buntes Fingerfood Buffet, das durch zahlreiche Spenden ein Highlight der großen Pausen wurde, symbolisierte Vielfalt in besonderer Weise. Neben eher üblichen Snacks konnte man sich allerlei Leckereien aus anderen Ländern und Kulturen schmecken lassen. Das Grundgesetz selber war im Gebäude und außerhalb allgegenwärtig. Zentrale Begriffe wie Freiheit, Gleichheit, Schutz oder Verantwortung klebten mit kurzen Erläuterungen an vielen Stellen im Schulhaus. Kleine Fahnen mit Auszügen aus dem Grundgesetz schmückten Rasenflächen und ein Baum wurde mit langen Bändern geschmückt, die ebenfalls Auszüge aus dem Grundgesetz enthielten. Als besonderes Hörerlebnis hörten Besucher, die sich dem Baum nährten aus einem kleinen Lautsprecher Passagen aus dem Gesetzespapier. Weitere Aktionen und Ausstellungen im und außerhalb des Unterrichts rundeten die drei Aktionstage ab. Am Gymnasium kommt in diesen Tagen jedenfalls keiner am Grundgesetz vorbei.