Ein aufregender Abend stand für die Debattiergemeinschaft des Gymnasiums in der vergangenen Woche am Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen bevor: Susanna Rager (Klasse 9d) hatte sich für das Finale des Regionalwettbewerbs von Jugend debattiert qualifiziert.
Gut vorbereitet reiste sie gemeinsam mit der Schulkoordinatorin Christine Seeh und drei Mitschülern an – zwei von ihnen waren als Juroren im Einsatz. Debattiert wurde die Frage, ob Künstliche Intelligenz als Hilfsmittel in Klausuren der Oberstufe zugelassen werden sollte. Susanna vertrat die Pro-Seite. Zusammen mit ihrer Mitstreiterin Kinga Zeilinski vom Kepler-Gymnasium Reutlingen verdeutlichte sie dem Publikum die Vorteile einer unterstützenden Nutzung von KI. Es gehe nicht darum, Aufgaben vollständig von einer KI erledigen zu lassen, sondern sie gezielt einzusetzen – nämlich zur grammatikalischen und stilistischen Überarbeitung von Texten oder zur Korrektur von Rechtschreibfehlern.
Die Contra-Seite, vertreten durch die Haigerlocher Gymnasiasten Nora Schäfer und Ben Harrer, argumentierte hingegen, dass in Klausuren die Eigenleistung im Vordergrund stehen müsse und diese durch den Einsatz von KI nicht mehr eindeutig gewährleistet sei. Die Pro-Seite betonte dagegen, ein moderater und reflektierter Einsatz von KI sei zukunftsweisend und inzwischen nahezu unerlässlich – auch im schulischen Kontext.
Wie überzeugend Susanna und Kinga ihre Position darlegten, zeigte sich nicht zuletzt in der Publikumsabstimmung: Nach der Debatte sprach sich eine deutliche Mehrheit für den Einsatz von KI aus.
Die Debatte der Oberstufe („Soll eine Kontaktgebühr beim Arztbesuch erhoben werden?“) musste leider ohne Hechinger Beteiligung stattfinden. Felix Heine hatte die Qualifikation mit einem fünften Platz nur knapp verpasst.
Umso größer war die Freude bei der Bekanntgabe der Platzierungen in der Mittelstufe. Bereits im Jury-Feedback hatte sich eine sehr gute Bewertung angedeutet. Besonders gelobt wurden Susannas ruhige und souveräne Art sowie ihre ausgezeichnete Ausdrucksfähigkeit. Insgesamt überzeugte sie auf ganzer Linie und belegte verdient den ersten Platz. Damit darf sie Anfang März gemeinsam mit der Zweitplatzierten Nora Schäfer an einem zweitägigen Rhetorikseminar auf der Burg Liebenzell teilnehmen und hat sich zudem für die Landesqualifikation in Stuttgart qualifiziert.
Direkt vor den Osterferien heißt es am 27. März in Stuttgart erneut „Jugend debattiert“. Dann treten die Besten aller Regionalverbünde bei der Landesqualifikation gegeneinander an. Schon jetzt drückt das Gymnasium fest die Daumen, dass es vielleicht sogar für das Landesfinale reicht.







