Kategorien
Außerunterrichtliche Veranstaltungen Biologie Geographie Wettbewerb

„Echt kuh-l!“: Gymnasium Hechingen gewinnt bundesweiten Schulwettbewerb

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ hieß es für die Klasse 6d letzte Woche. Denn sie sind die glücklichen Gewinner: Die Klasse 6d des Gymnasiums belegte im bundesweiten Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat den ersten Platz ihrer Altersgruppe. Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag zum Motto „Expedition Wiese und Acker: Erforsche die Artenvielfalt im Ökolandbau!“ überzeugten sie die Jury.

Was leisten Insekten, Vögel und andere Tiere auf dem Acker für das Ökosystem? Und wie sichert Artenvielfalt unsere Ernährung? Mit diesen Fragestellungen haben sich rund 3.100 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 10 in der diesjährigen Wettbewerbsrunde von „Echt kuh-l!“ beschäftigt. Durch viel Kreativität und besonderes Engagement stach der Beitrag der Klasse 6d heraus und begeisterte die Jury. 

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Planung, Gestaltung und Konstruktion einer großen Informationstafel im Format 1,5 mal 1 Meter. Die Tafel steht inzwischen gut sichtbar zwischen der Lichtenauhalle und dem Nebengebäude des Gymnasiums – direkt vor dem Insektenhotel und dem Blühstreifen.

Die Informationstafel beschäftigt sich mit den Themen Artenvielfalt, Biodiversität und Ökolandbau. Das nötige Wissen eigneten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur durch intensive Recherchen und den Unterricht der vergangenen Monate an, sondern auch bei einer Exkursion im Mai 2025 zum Binsenberghof in Burladingen-Hausen.

Doch damit nicht genug: Die Klasse entwickelte unter der Leitung der Team- und Geografielehrerin Lisa Pfeuffer nicht nur die Inhalte und das Design der Tafel selbst, sondern kümmerte sich auch um die Finanzierung des Projekts. Dafür verfassten die Schülerinnen und Schüler eigenständig Anträge an Sponsoren und Stiftungen. Mithilfe von Skizzen und Recherchen planten sie außerdem den Bau der Tafel und organisierten die benötigten Materialien.

Besonders kreativ zeigt sich das Projekt durch drei QR-Codes auf der Tafel. Diese führen zu einem Podcast, einem Kurzfilm und einem Comic, die ebenfalls von der Klasse in Kleingruppen geplant und umgesetzt wurden. Zusätzlich laden kleine Tafeln mit Quizfragen unterhalb der großen Informationstafel dazu ein, dass auch andere Interessierte die Themen Artenvielfalt, Biodiversität und Ökolandbau spielerisch entdecken können.

Die Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich nun freuen. Nicht nur ernteten sie große Anerken-nung, sie durften drei spannende Tage mit einem tollen Programm in Berlin verbringen. Im Rahmen der Berlin-Fahrt fand dort die offizielle Preisverleihung im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat statt. Es war der Höhepunkt der Reise, denn dort erhielten alle Erstplatzierten den offiziellen Hauptpreis, die Trophäe „die kuh-le Kuh“ in Gold und ein Preisgeld von 1.500 Euro. Wofür das Geld verwendet werden soll, wird die Klasse nun in aller Ruhe beraten. Die goldene Trophäe erhält einen Ehrenplatz am Gymnasium.

Leider konnte Frau Pfeuffer die Klasse nicht begleiten, da sie in Mutterschutz ist. Dafür begaben sich der Team- und Geografielehrer Harald Sonntag-Weißhaar und die stellvertretende Schulleiterin Uta Schoder mit auf die Reise und zeigten sich ebenfalls sehr begeistert: „Der Wettbewerb hat das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung der ökologischen Landwirtschaft und ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt gestärkt. Mit viel Begeisterung haben sie an ihren Projekten gearbeitet. Die bundesweite Anerkennung hat ihre Motivation zusätzlich gesteigert, weiter an nachhaltigen Themen zu arbeiten.“

Der Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ beschäftigt sich grundsätzlich mit ökologischer Landwirtschaft und Ernährung und setzt jährlich thematische Schwerpunkte. Er ist ein Wettbewerb des Bundespro-gramms Ökologischer Landbau – initiiert und ¬finanziert durch das Bundesministerium für Landwirt-schaft, Ernährung und Heimat. Weitere Informationen zum Wettbewerb und alle Gewinnerbeiträge gibt es unter www.echtkuh-l.de.

Dass ein solches Projekt möglich ist und dann sogar zu einem so großen Erfolg führt, ist nicht zuletzt auch der vielfältigen Unterstützung zu verdanken. Die Klasse 6D bedankt sich deshalb bei Familie Riehle vom Binsenberghof in Burladingen-Hausen für die Unterstützung bei der Exkursion und beim Dreh des Kurzfilms, beim Förderverein des Gymnasiums, der Rapunzel-Stiftung und der Sparkasse Zollernalb für die finanzielle Unterstützung sowie bei den Hausmeistern Herrn Pflumm und Herrn Frank für die Aufstellung und Montage der Tafel. Auch der Stadt Hechingen gilt Dank für die Genehmigung des Projekts sowie Frau Kienlein für ihre Unterstützung bei der Aufnahme des Podcasts. 

Weitere Informationen gibt es unter folgendem Link: https://cloudfiles.gym-hch.de/s/YorkyynNR7Xf3cx. Dieser Link beinhaltet: Bewerbungsvideo, Projektdokumentation und Bild der großen Tafel.

Kategorien
Begabtenförderung Biologie Startseite

Siebtklässler wachsen über sich hinaus

Die Internationale JuniorScienceOlympiade (IJSO) ist ein bundesweiter Schülerwettbewerb, der den Teilnehmern einiges abverlangt, denn sie müssen sich gleich in drei Naturwissenschaften schlau machen. Dieser Herausforderung stellten sich zwei Siebtklässler des Gymnasiums. Felix Heine und Linus Neumann, betreut von der Mathematik- und Biologielehrerin Beatrix Koeller, traten bei dem Wettbewerb an, dessen Thema dieses Jahr lautete: Der Lösung auf der Spur!

Der fächerübergreifend naturwissenschaftliche Wettbewerb findet in vier Runden statt. An der ersten Runde mit einfachen Experimenten, die Naturwissenschaften im Alltag erlebbar machen, kann man sich ohne große Einstiegshürden allein oder im Team beteiligen. Linus und Felix taten sich zusammen, führten die Experimente zu Hause selbständig durch und schrieben dazu größere Auswertungen. Dies überzeugte die Jury, sodass die beiden Siebtklässler in die nächste Runde vorrücken durften.

In der zweiten Runde, der sog. Quizrunde, mussten 24 Multiple Choice Aufgaben aus allen drei Naturwissenschaften gelöst werden. Um sich auf die Runde vorzubereiten, hatten die beiden Schüler sich intensiv mit naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt, die weit über den Unterrichtsstoff einer 7. Klasse hinausgehen. Beide konnten viele der Aufgaben richtig lösen. Da Linus einen Tick besser war, kam er in die dritte Runde, die sog. Klausurrunde. Dort muss unter Schulaufsicht eine komplexe Klausur aus den bereits genannten Bereichen geschrieben werden. Die 90-minütige Klausur legte Linus im Mai ab; ein beachtlicher Erfolg für den Siebtklässler, dem es allerdings nicht ganz gelang, in die letzte Runde vorzudringen. Von den bundesweit 375 Teilnehmern schafften es nur 39 ins Bundesfinale. Als Auszeichnung für die erbrachte Leistung gab es Urkunden, und zwar für die beiden Schüler, die betreuende Lehrerin und die Schule.

Da die beiden Gymnasiasten die Altersgrenze von 15 Jahren noch nicht erreicht haben, können sie nächstes Jahr erneut bei dem Wettbewerb antreten und sich bis dahin auch noch weitere Kenntnisse aneignen.