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Abiturzeugnisse, Auszeichnungen und viel Dankbarkeit beim Abiball

Hechingen. Mit der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse in der Stadthalle endete für 55 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hechingen ihre Schulzeit. Die meisten von ihnen hatten acht Jahre lang auf diesen besonderen Moment hingearbeitet. Beim Abiball konnten sie nun endlich das Zeugnis der Hochschulreife in Empfang nehmen.

Passend zum Motto „ABI VEGAS – Um jeden Punkt gepokert“ war die Stadthalle im Casino-Stil mit Pokerchips, Spielkarten und Luftballons dekoriert. Doch an diesem Abend ging es nicht mehr um das Ringen um Punkte, sondern darum, die erreichten Erfolge gemeinsam mit Eltern, Familie, Lehrkräften und Freunden zu feiern. Mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,26 kann sich der Abiturjahrgang 2026 dabei durchaus sehen lassen.

Den Auftakt des Abends gestaltete die beeindruckende Abiband, die mit dem Song „Auf uns“ von Andreas Burani den perfekten musikalischen Einstieg bot und die Stimmung des Abends einfing. Mit großer Professionalität setzten die Musikerinnen und Musiker die unterschiedlichsten Instrumente ein und begleiteten dabei auch die Gesangsdarbietungen. Im weiteren Verlauf des Programms begeisterte die Band das Publikum mehrfach in wechselnden Besetzungen, wobei auch ABBA mit „The Winner Takes it All“ zu hören war. 

Den offiziellen Teil des Abends eröffnete schließlich Schulleiterin Melanie Dreher. Sie dankte den Eltern und Lehrkräften, die die Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit begleitet und unterstützt hätten. Gleichzeitig würdigte sie den Jahrgang selbst als „einen besonderen Abiturjahrgang – nett, freundlich, offen und engagiert“. Viele hätten Verantwortung übernommen, das Schulleben aktiv mitgestaltet und sich in vielfältiger Weise für die Schulgemeinschaft eingesetzt.

Ein besonderes Lob sprach die Schulleiterin für den harmonisch verlaufenen „Day After“ aus. Einen so reibungslosen Ablauf habe sie seit ihrem Amtsantritt noch nicht erlebt. Außerdem verwies sie auf das großformatige Wandgemälde im Außenbereich der Schule neben dem Eingang zum Lehrerzimmer, das insbesondere die Kunstschülerinnen in tagelanger Arbeit gestaltet hatten und das eine bleibende Erinnerung an den Abiturjahrgang 2026 sein werde. In ihrer Rede griff Melanie Dreher Gedanken aus einer Abiturrede der Schriftstellerin Jenny Erpenbeck auf, deren Roman Heimsuchung zu den Schwerpunktthemen im Leistungskurs Deutsch gehörte. Die Worte der Schriftstellerin forderten unter anderem dazu auf, neue Lebenswege zu wählen und dabei auch an die eigenen Grenzen zu gehen. Dieser Aufforderung schloss sich die Schulleiterin an und wünschte in diesem Sinne den Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute für die Zukunft. 

Auch die Rede anlässlich der Verleihung des Scheffelpreises nahm Bezug auf Jenny Erpenbecks Werk Heimsuchung. Da Scheffelpreisträgerin Melanie Goßger nicht anwesend sein konnte, trug Lisa Schmidt ihre Rede vor. Darin setzte sie sich mit den unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs „Heimsuchung“ auseinander und verband ihre Gedanken mit einem herzlichen Dank an alle, die den Abiturjahrgang auf seinem Weg begleitet hatten.

Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend die Übergabe der Abiturzeugnisse. Darüber hinaus wurden zahlreiche Preise und Belobigungen für herausragende schulische Leistungen verliehen. Die Vielzahl der ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler zeigte eindrucksvoll das hohe Leistungsniveau des Jahrgangs. Den vom Haus Nazareth gestifteten Sozialpreis erhielt Layla Grauer. Als Schülersprecherin und durch ihr vielfältiges Engagement habe sie Verantwortung übernommen und das Schulleben in besonderer Weise bereichert, hieß es in der Laudatio.

Nach dem offiziellen Festakt wartete auf die Gäste ein warmes Buffet, das vom Lamm aus Stein zubereitet worden war. Für den abwechslungsreichen Nachtisch sorgten die Abiturientinnen und Abiturienten selbst mit einem reichhaltigen Dessertbuffet.

Anschließend nutzten die Kurse die Gelegenheit, sich bei ihren Lehrerinnen und Lehrern für die gemeinsame Zeit zu bedanken. Immer wieder hoben die Schülerinnen und Schüler die große Unterstützung hervor, die sie während ihrer Schulzeit erfahren hatten. Mit persönlichen Geschenken und Dankeskarten drückten sie ihre Wertschätzung aus. Auch Schulleiterin Melanie Dreher, ihre Stellvertreterin Uta Schoder sowie Schulsekretärin Anastasia Wieland wurden mit Blumensträußen bedacht.

Für Unterhaltung sorgte das von den Abiturientinnen und Abiturienten vorbereitete Abendprogramm. Bei verschiedenen Spielen traten jeweils drei Lehrer gegen drei Schüler an. So mussten Kinderbilder erraten und humorvolle Prophezeiungen über Lehrer und Schüler abgegeben werden. In einer ausführlichen Foto- und Filmpräsentation ließ der Jahrgang anschließend seine gemeinsame Schulzeit Revue passieren, wobei vor allem die Erlebnisse der Oberstufe noch einmal lebendig wurden.

Zum Abschluss versammelte sich der gesamte Abiturjahrgang noch einmal auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit einem gemeinsamen Tanz. Danach wurde bis tief in die Nacht gefeiert – Abschluss einer Schulzeit, die für die 55 Absolventinnen und Absolventen mit diesem Abend endgültig zu Ende ging.