Bonhoeffers hochaktuelle Gedanken in der Johanneskirche

Im April jährte sich der Tag der Ermordung des evangelischen Pfarrers und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer zum 70. Mal. Bonhoeffer gilt auch heute noch als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sein Glaube und sein politischer Kampf gegen die Naziherrschaft waren untrennbar miteinander verknüpft.

Viele Aspekte seines Denkens und Fühlens finden sich in den schriftlichen Notizen, die während seiner Inhaftierung entstanden sind. Um diese Facetten greifbar und erlebbar zu machen, veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit der Fachabteilung Religion am Hechinger Gymnasium am Freitag, dem 20. November um 19 Uhr einen Abend mit Texten Bonhoeffers.

Unter dem Titel „Widerstand und Ergebung“ rezitieren neun Schülerinnen und Schüler des Kernfachkurses Religion (Klassenstufe 11)  Ausschnitte aus dem gleichnamigen Buch, in welchem Briefe und Reflexionen des großen Theologen 1951 erstmals von seinem Schüler Eberhard Bethge veröffentlicht wurden. Noch heute sind viele dieser Texte von hoher Aktualität, so z. B. wenn Bonhoeffer über Zivilcourage nachdenkt oder das Bild eines religionslosen Christentums entwirft, wie er es in seinen Studien bei Karl Barth kennenlernen konnte. Der Titel „Widerstand und Ergebung“ steht programmatisch für die den Texten häufig innewohnende Spannung. Pfarrer Herbert Würth wird zum besseren Verständnis eine Einführung in das Leben und Denken Bonhoeffers voranstellen.

Zwischen den Rezitationen erklingen Werke von G.F. Händel, J.S. Bach sowie Choräle, Gesänge aus Taizé und Gospels. Als Gesangssolistinnen sind Theresa Bulach und Lea Kalmbach zu hören, den Orgelpart übernimmt Wolfgang Nägele.