| Schulgeschichte (Teil 1) 1776 - 1909 |
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| Geschrieben von Gunter Tietz | |
| Freitag, 3. April 2009 | |
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Die Geschichte des Gymnasiums in Hechingen 1776 - 1959Geschrieben von Dr. Gunter Tietz (Geschichtslehrer am Gymnasium 1982 - 2004)Inhaltsverzeichnis1. Höhere Schulen von 1776 bis 1909 2. Das Reformrealgymnasium im Kaiserreich von 1909 bis 1918 3. Das Reformrealgymnasium in der Weimarer Republik von 1918 bis 1933 4. Das Gymnasium / die Oberschule im Dritten Reich 5. Demokratischer Neubeginn 1945 - 1959 Quellen- und Literaturverzeichnis 1. Höhere Schulen von 1776 bis 1909 ("Gymnasium", Bürgerschule, Realschule) 1776 Die erste höhere Schule in Hechingen, eine für das 18. Jahrhundert fortschrittliche Lateinschule, öffnete Anfang November in der "Alten Kanzlei" ihre Pforten. Gegründet und finanziell ausgestattet hatte sie im Jahr zuvor Fürst Joseph Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen. Vorgesehen waren fünf Klassen. Anregegungen dürften von der Gründung der Hohen Karlschule in Stuttgart und des Hedinger Progymnasium im benachbarten Hohenzollern-Sigmaringen ausgegangen sein. Unter den "professores" befanden sich zahlreiche Franziskanerpatres des Klosters St. Luzen ( Festschrift 1910, S. 3 - 5; Analecta Franciscana, S. 293 und 295). Der Unterricht war für einheimische und fremde Schüler kostenlos. Primäre Bildungsziele waren "Zucht, Ehrbarkeit, gute Sitten und wahre Gottesfurcht". Die höhere Schule diente der Heranbildung von Priestern und Staatsbeamten. Besonderer Wert wurde auf Latein, Griechisch und die deutsche Sprache gelegt; hinzu kamen Französisch, fakultativ Italienisch, ferner Naturgeschichte, Naturlehre, Rechnen, Geschichte und Erdkunde (Eglers Chronik, S. 200f.). 1798 Fürst Hermann Friedrich Otto hob das „Gymnasium“ wieder auf. 1841 Obwohl Fürst Joseph Wilhelm vor über 50 Jahren (1781) die allgemeine Schulpflicht für Sechs- bis Zwölfjährige eingeführt hatte, gab es unter den Hechinger Bürgern und den weitaus zahlreicheren Hintersassen (Einwohnern ohne Bürgerrecht) immer noch etliche, die nicht ausreichend lesen und schreiben konnten (Eglers Chronik, S. 205 und S. 240). Auch dieser Mangel dürfte die Hechinger Lehrer Valentin Kohler und Konrad Sauter veranlasst haben, eine private Winterabendschule für Gewerbetreibende und Handwerker zu gründen. Sie hatte Erfolg und wurde 1844 mit Unterstützung der Stadt in eine private Realschule umgewandelt. 1845 Diese Schule ging in der staatlichen „Real- und Vorbereitungsschule für das Gymnasium“ auf, die bis Ende der 50er Jahre nur zwei Klassen bzw. Kurse umfasste. Die Stadt stellte zwei Klassenzimmer im 2. und 3. Stock des Obertorhauses am Kirchplatz zur Verfügung. Die 36 Schüler unterrichteten 1846 der Deutschlehrer Kohler, der Mathematiklehrer Sauter und vier Lehrer mit Teilaufträgen. Finanziert wurde diese höhere Schule bis 1854 im Wesentlichen durch den "Gnadenbeitrag" des Fürsten Friedrich Wilhelm Konstantin, anschließend durch die Landeskasse in Sigmaringen, ferner durch das Schulgeld, die Stadt Hechingen und durch einen Beitrag der israelitische Gemeinde (SchA, Acta des kgl. Schulheißenamtes 1843-1858 R. Nr. 18; Festschrift 1910, S. 39). Der Name dieser höheren Schule wechselte mehrmals: 1857 Königlich Preußische Realschule, 1861 Höhere Bürgerschule, 1863 Kgl. Höhere Bürgerschule (mit Latein), 1883 Real-progymnasium, 1885 Höhere Bürgerschule (ohne Latein), 1892 Kgl. Real-schule, 1909 Kgl. Reformrealgymnasium, bis 1912 mit dem Zusatz "in Entwicklung". Französisch war nach dem Lehrplan von 1849 mit vier Wochenstunden erste Fremdsprache. Die zwei Progymnasialkurse erhielten zusätzlich Latein- und Griechischunterricht (Festschrift 1910). Bis 1856 waren sog. „Hospitanten“ vom Besuch einzelner Fächer befreit. 1852 Nachdem Fürst Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen am 27. Februar 1850 abgedankt und trat die Souveränität an seinen fernen Verwandten, den König Friedrich-Wilhelm IV. von Preußen, abgetreten hatte, wurde die Anstalt 1852 dem Geschäftsbereich der preußischen Regierung in Sigmaringen und ab 1873 dem Königlichen Provinzialschulkollegium in Koblenz zugeordnet. Die Lokalaufsicht über die Schule führte bis 1860 eine städtische Schulkomission, anschließend bis 1888 ein Kuratorium, dem sechs Mitglieder angehörten, darunter als ständige Mitglieder der Stadtschultheiß, der kath. Stadtpfarrer und der Rektor der Schule sowie von 1863 - 1884 Landgerichts-präsident August Evelt (Festschrift 1910, S. 37 f.). Die laufenden Kosten der Schule trug im wesentlichen der preußische Staat. Für den Unterhalt des Schulgebäudes und für anfallende Bau-kosten musste jedoch die Stadt aufkommen (Ebenda, S. 19). Lange Zeit wurden aus Kostengründen außer den wissenschaftlichen Lehrern sog. Nebenlehrer beschäftigt, z. B. als Zeichenlehrer der Lithograph und Steindrucker Johann Conrad Daiker, als Französischlehrer den Leutnant Ribler und als Lateinlehrer der Hofkammerrat Franz Xaver Ribler (1845-1858), der in den Zwanzigerjahren als fürstlicher Schulinspektor das Schulwesen erfolgreich reformiert und 1829 die Hofdruckerei gegründet hatte. Die Schüler erhielten 32 Stunden, und zwar von Montag bis Samstag von 8 - 12 Uhr und an vier Nachmittages von 2- 4 Uhr (SchA, Acta R. Nr. 18, 26.8.1853). 1855 Die Stadt Hechingen, die preußische Regierung in Sigmaringen bzw. das Provinzialschulkollegium in Koblenz und das Kultusministerium in Berlin konnten sich bis 1888 oft erst nach schwierigen Verhandlungen über die Schulform, den Ausbau der Schule, die Anstellung und eine angemessene Bezahlung der Lehrer einigen. Die Finanznot der Stadt war auch eine Folge der bis 1901 gültigen Gemeindeordnung, nach der die Kommunal-steuern ausschließlich von den „Altbürgern“ der Stadt, das heißt von den allmendberechtigten Gewerbetreibenden, Handwerkern und kleinen Landwirten aufzubringen waren, aber nicht von den zugezogenen Fabrikanten und Beamten, die hinwiederum kein Bürgerrecht und keinen Anteil an den Allmenderechten besaßen (Egler, S. 332; Festschrift 1910, S. 20). Bis in die 90er Jahre war zwischen diesen beiden „Parteien“ umstritten, ob der Lateinunterricht für alle verpflichtend sein sollte. 1857 Nach der Reorganisation der Schule ernannte die preußische Regierung Dr. Karl Jumpertz vom Kgl. Gymnasium Bonn zum Rektor der Realschule. Ihm folgte schon 1859 - auch nur für wenige Jahre - Adalbert Schunken. Da die Realschule nur zwei, ab 1859 drei Klassenstufen anbot, konnte sie keine anerkannten Abgangszeugnisse ausstellen. Das jährliche Schulgeld betrug seit Gründung der Realschule zwölf Gulden, für Lateinschüler 16 Gulden. 1874 wurde es durchschnittlich auf 72 Mark und 1903 auf 80 Mark angehoben. Ein Schüler erinnert sich, wie der Reallehrer Rebholz die "Goldstücke" in einem Holznapf eingesammelt hat (L. Rumpel in: LA 10 (1963), S. 23 - 26).Dabei fand ab 1881 eine Staffelung Anwendung, die die Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Eltern berücksichtigte. Ab 1881 mussten die Lateinschüler einen Zuschlag von 40 Mark entrichten. Der Schulgelderlass betrug zehn Prozent (Festschrift 1910, S. 40). Für die katholischen Schüler war seit 1845 Religionsunterricht ein ordentliches Unterrichtsfach. Seit 1857 erhielten auch evangelische Schüler Religionsunterricht. Den Unterricht erteilten zeitweise die Stadtpfarrer. Den israelitischen Religionsunterricht übernahm der Rabbiner, seit 1878 ein eigener israelitischer Lehrer, ab 1908 der Rabbinatsverweser Leon Schmalzbach (Werner, S. 120 ff.). Das Kollegium beschloss, "morgens 8 Uhr die Schule mit einem Gebet zu eröffnen und nachmittags 4 Uhr in gleicher Weise zu schließen." (Protokoll der LK 23. 2.1857) Die Lehrerkonferenz verhängte Schulstrafen wie mehrstündiges Nachsitzen oder die Androhung eines Schulausschlusses auch für Verstöße außerhalb des eigentlichen Schulunterrichts; z. B. wegen Tierquälerei, Flurfrevel, Steinewerfens, wegen unerlaubten Wirtshausbesuches, unentschuldigten Fehlens beim Schülergottesdienst, wegen "Unkeuschheit" oder des Nichteinhaltens des "Silentiums", der zweistündigen stillen Arbeitszeit zu Hause (Protokolle der LK 25.6., 30.11. und 1.12.1857; 12.2.1878; 25.10.1879). Zwei Lehrer überprüften die Einhaltung des "Silentiums" pro Woche bei drei bis vier Schülern. 1863 "In Betreff der Kirchenordnung wurde festgehalten, dass die Schüler wie früher außer dem sonntäglichen Gottesdienste Montag, Mittwoch und Freitag um 7.30 Uhr den Gottesdienst besuchen." Lehrer führten abwechselnd die Aufsicht (Protokoll der LK 23.4.1863; vgl. 23.9.1886). Die häusliche Studienzeit der Schüler am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wurde auf 17 bis 19 Uhr festgesetz; "nach der Abendglocke darf kein Schüler mehr außerhalb des Hauses anzutreffen sein." (Ebenda; vgl. 21.5.1865) 1864 Das gedruckte Programm der "Schulfeier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs" Wilhelms I. am 20. März 1864 zeigt den für die Zeit der Monarchie typische Abfolge dieser Schulfeier: mehrere Liedvorträge, Deklamation von einigen vaterländischen Gedichten, eine Festansprache und ab-schließend den Gesang von "Heil dir im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands, Heil,König,dir!" Fürst Carl Anton von Hohenzollern erklärt sich bereit, die Realschule jährlich mit einem "Gnadenbeitrag" von 300 Gulden zu unterstützen (Festschrift 1910, S. 10).
1865 Wegen des "Festspiels in Grosselfingen" wurde der Faschingsdonnerstag schulfrei gegeben (Protokoll der LK 22.2.1865). Die Realschule verpflichtete die Schüler auf eine detaillierte "Badeordnung" (Ebenda, 21.5.1865). Als Schulgesetz war damit zu beachten: "§ 1. Es darf kein Schüler allein baden, wegen der möglichen Gefahr. § 2. Es ist bei strenger Strafe verboten, ohne Badehose zu baden. . . § 4. An Sonn- und Feiertagen darf niemals öffentlich gebadet werden." 1866 Wegen der Besetzung des preußischen Landes durch württembergische Truppen im Juli war die Schule vorübergehend geschlossen. Der von 1863 bis 1867 amtierende Rektor Dr. Adolf Plifke legte Wert darauf, dass die israelitischen Schüler ihren Gottesdienst am Samstag von 8 Uhr bis 8.25 besuchen konnten. 1867 Die neu eingerichteteTertia, die heutige 8. Klasse, hatte fünf Schüler. Die Sprachenfolge war: Lateinunterricht ab der Sexta (der heutigen 5. Klasse), Französisch ab der Quarta und Englisch ab der Tertia. Der Rektor der Schule ertrank in der Lehmgrube auf dem Obertorplatz, als er auf dem nächtlichen Nachhauseweg in die ungeschützte Löschwassergrube gefallen war. 1872 Den Schülern wurde gestattet, „sich während der Faschingstage zu maskieren, wobei jedoch weder Gesichtsmasken getragen noch das Gesicht bemalt oder unkenntlich gemacht werden darf. Der Besuch der Wirtshäuser und das Ausbleiben über die Betglocke hinaus (waren) ... streng verboten." (Protokoll der LK 8.2.1872; vgl. 6.2.1877) 1873 Die Höhere Bürgerschule bezog das neue Schulgebäude in der Neustraße. Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen hatte den Bauplatz kostenlos zur Verfügung gestellt und die Stadt die Baukosten von 22000 Gulden übernommen. Die vom Rektor Dr. Ernst von Sallwürk (1868-1873) angestrebte Reorganisation der Schule lehnte der preußische Kultusminister Falk ebenso ab wie den Wunsch der Stadt nach einer Verstaatlichung der Höheren Bürgerschule. 1874 Die von Tübingen nach Hechingen 1869 errichtete Bahnstrecke wurde nach Balingen weitergebaut und verkürzte für einige Schüler den langen Schulweg.
1877 Mit dem Hinweis auf die bedeutenden Spenden der jüdischen Gemeinde und auf den hohen Anteil jüdischer Schüler (in den Jahren 1876 - 1879 rund ein Drittel) erreichte Rektor Dr. Theodor Thele (1874-1886) beim Provinzialschulkollegium in Koblenz die Einrichtung eines zweistündigen „israelitischen“ Religionsunterrichts. Der Anteil der jüdischen Bevölkerung und damit der jüdischen Schüler ging in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch deutlich zurück, die Bedeutung der jüdischen Arbeitgeber und Gewerbe-steuerzahler nahm in Hechingen aber noch zu. Der Rektor wies die Klassenlehrer darauf hin, ihre Schüler weiterhin monatlich einmal zu Hause zu besuchen (Protokoll der LK 16.4.1877). Die Teilnahme an öffentlichen Schulfeierlichkeiten wie an der Feier des Geburtstags des Kaisers Wilhelms I. und der Feier der heiligen ersten Kommunion war für die Lehrer verpflichtend (Protokoll der LK 28.3.1878). Sedansfeiern fanden nur in den Siebzigerjahren statt (JB; Protokoll der LK 14.8.1877). 1878 Der Obersekundaner Xaver Rieber aus Trillfingen legte als erster und einziger Schüler an der nun voll ausgebauten Höheren Bürgerschule 1878 das „Abiturienten-Examen“ ab, die mittlere Reife, die ihn nach sieben Schuljahren zum einjährig-freiwilligen Militärdienst berechtigte, wodurch er dem dreijährigen Drill in der Armee entging. Wie in den folgenden Jahren nahm die öffentliche Prüfung ein Prüfungskommissar des Provinzialschulkollegiums aus Koblenz ab (Protololl der LK 12.2.1878). Auch in den nächsten Jahren sind durchschnittlich nur zwei bis drei erfolgreiche Examenskandidaten verzeichnet. Im angrenzenden Frauengarten wurde ein Turnplatz angelegt. Bisher hatte der Turnunterricht, für den laut Stundentafel für alle Schüler nur vier Lehrerdeputatsstunden vorgesehen waren, auf dem Schulhof stattgefunden, wo die Turngeräte (Holzbarren, Reck, Schwebebaum und Klettergerüst) standen. Bei schlechtem Wetter und fast im ganzen Winter fiel der Turnunterricht aus (Festschrift 1910, S. 17). Nach zwei gescheiterten Attentaten auf Kaiser Wilhelm I. verpflichtete Rektor Dr. Thele die Lehrer auf folgende "Bürgertugenden": auf strammen Gehorsam, Achtung vor Gesetz und Obrigkeit, wahre Frömmigkeit und aufrichtige Liebe zum Vaterland, zum Kaiser und König. Zudem forderte er die Lehrer auf, die Privatlektüre und den persönlichen Umgang der Schüler im Auge zu behalten und notfalls Verbote auszusprechen. Grundsätzlich lobte er aber das sittliche Verhalten der Schüler ( Protokoll der LK 22.7.1878). 1879 Der Rektor machte darauf aufmerksam, "dass das Schlagen mit Stock, Lineal, Buch, Schlüssel usw. . . . als Strafe für Unkenntnis von Schulaufgaben strengstens verboten sei." Die Strafe der körperlichen Züchtigung habe auf Beschluss der Lehrerkonferenz der "Schuldiener" (Hausmeister) zu vollstrecken (Protokoll der LK 20.2.1879; vgl. 21.11.1876). 1884 Nachdem sich der erste Hechinger Turnverein nach dem Tod seines ersten Mitbegründers, des Realschullehrers Konrad Sauter, schon nach wenigen Jahren 1868 aufgelöst hatte, gelang 1884 ein erfolgreicher Neubeginn. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte der Turn- und Musiklehrer Karl Anton Rebholz, der den TVH die ersten drei Jahre führte (Egler, Chronik der Stadt Hechingen; LA 20; Turnverein Hechingen 1884 e.V., Jubiläumsfestschrift. Hechingen 2009). 1885 Die von weiten Kreisen der Stadt vorgetragene Forderung nach Umwandlung in eine lateinlose Höhere Bürgerschule ging in Erfüllung. Viele Schüler besuchten jedoch in den drei unteren Klassen freiwillig den angebotenen fünfstündigen Lateinunterricht (50 Jahre FS, S. 19, 23 und 31). Körperliche Strafen seien von der Sexta bis Quarta erlaubt, da aber nur "für Lüge, Trotz, Roheit (und) Ungezogenheit"; Schimpfwörter und verletzende Redensarten seien aber untersagt, vermerkte das Protokoll der LK am 4.11.1885. 1886 In die Zeit des neuen Rektors Wilhelm Röhr (1886-1897) fiel die Verstaatlichung der Höheren Bürgerschule. Wie seine beiden Vorgänger war er auch Vorstand der privaten Höheren Töchterschule. Der neue Rektor warnte 1888 die Kollegen,"dass sie das Schlagen der Schüler gänzlich unterlassen sollten." (Protokoll der LK 2.6.1888; 12.11.1889) 1888 Durch den Übernahmevertrag zwischen der Kgl. Preußischen Staatsregierung, der Stadt Hechingen und der Höheren Bürgerschule gingen alle Rechte der Stadt gegenüber der Schule an den Staat über. Alle Lehrer wurden unmittelbare Staatsbeamte und ihre Anstellungsbedingungen verbesserten sich, so dass Versetzungsgesuche seltener eingereicht wurden (Festschrift 1910, S. 22 f). Rektor Röhr bat das Kollegium, "aus Anlass des Todes Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm vom Tage der Beisetzung an sechs Wochen dunkle Kleidung und Trauerflor am Arm und Hut zu tragen." (Protokoll der LK 15.3.1888) 1892 Die staatliche höhere Schule wurde in „Königliche Realschule“ umbenannt. Der Schulleiter führte nun die Amtsbezeichnung „Direktor“ und die wissenschaftlichen Lehrer die Bezeichnung „Oberlehrer“ mit der Aussicht, den Titel „Professor“ und „Rat IV. Klasse“ zu erhalten. Das Thema für die Direktorenkonferenz "Was kann die Schule zur Bekämpfung sozial-demokratischer Lehren tun?" wurde vom Lehrerkollegium auf Vorschlag des Direktors Röhr einstimmig angenommen (Protokoll der LK 30.1.1892). Die Lehrerkonferenz einigte sich auf insgesamt fortschrittliche Richtlinien zum Geschichtsunterricht. Zwar sollten bei der Behandlung der preußschen Geschichte die Verdienste des großen Kurfürsten sowie die der Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. gewürdigt werden, ansonsten seien im Altertum und Mittelalter wie im 18. und 19. Jahrhundert aber "die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse" stärker zu berücksichtigen. "Die guten Errungenschaften" der Französischen Revolution seien nicht zu verschweigen." (Protokoll der LK 17.7.1892) 1893 Den Schülern wurde das Tragen von Waffen ausdrücklich verboten (Protokoll der LK 26.4.1893). 1895 Der Geburtstag des Kaisers Wilhelm II. am 27. Januar wurde regelmäßig mit einem Festgottesdienst und einer von Gedichten und Liedern umrahmten Festrede gefeiert. Für die unproblematische Integration der jüdischen Mitbürger in Hechingen spricht, dass bei patriotischen Feiern immer wieder auch jüdische Schüler mitwirkten und dass nach der Einführung der neuen Gemeinde-ordnung von 1901 die beiden jüdischen Textilunternehmer Julius Levi und Jacob Levi ("der rote Postjakob") in die Stadtverordnetenversamnmlung gewählt wurden. Adolf Weil, ein anderer jüdischer Fabrikant, ließ sich sogar zum Vorsitzenden im Deutschen Flottenverein wählen ( Toury, S. 157-159; Vees, S. 108). In Bezug auf den Deutschunterricht einigten sich die Lehrer einstimmig darauf, "patriotische Gedichte zu bevorzugen" (Protokoll der LK 10.6.1895). Als Bücherpreise erhielten ausgezeichnete Schüler 1897 das Buch "Unser Heldenkaiser" von Wilhelm Onken, 1898 "Unser Kaiser" von Bürenstein und 1900 das Buch "Deutschlands Seemacht" von Wislicenus (Protokolle der LK). In Balingen erhielten die ersten sechs Mädchen ausnahmsweise die Erlaubnis zum Besuch der Realschule (Foth, S. 70). 1897 Der Schulweg war für viele auswärtige Schüler wegen der schlechten Zugverbindungen sehr beschwerlich, da der Schulort Hechingen mit der Hohenzollerischen Landesbahn von Burladingen aus erst 1901 und von Haigerloch erst 1912 zu erreichen war. Ein auswärtiger Schüler erinnert sich: "Wenn wir morgens vom Regen nass ankamen, musste der Schuldiener . . . den großen Ofen in der Aula heizen, damit wir Schuhe und Strümpfe etwas trocknen konnten. Wenn wir ganz durchnässt waren, schickte der Direktor uns auch schon einmal nach Hause." (LA 16, S. 56) Im Winter wohnten und aßen auswärtige Schüler mit langen Fußwegen von Montag bis Samstag in einem privaten „Kosthaus“ in der Stadt. Der neue Direktor Dr. Josef Baar, zuvor Oberlehrer am Kgl. Gymnasium in Malmedy, sorgte für einen Freitisch im Hinterzimmer des Gasthofs „Krone“. Zwei auswärtige Schüler lud er täglich im Wechsel bei sich zum Mittagessen ein (LA 19, Josef Bisinger, S. 53 ff.). Hohe Amtspersonen verlangten im preußischen Obrigkeitsstaat uneingeschränk-ten Respekt. Dies zeigt folgende Begebenheit. Der von Koblenz angereiste Geheime Regierungs- und Provinzialschulrat Prof. Dr. Deiters, ein Herr von kleiner Statur, daher mit langem Rock und mit hohem Hut, war im Juli von den Hechinger Realschülern auf der Straße nicht gegrüßt worden. Das hatte, erinnert sich ein beteiligter Schüler, zur Folge, dass auf dem Schulhof alle Schüler in Dreierreihen antreten mussten. „Nach kurzer Instruktion . . . begann der Vorbeimarsch: Vier Schritte vor dem Geheimrat „Augen rechts, Mütze ab mit der linken Hand, drei Schritte hinter dem Herrn Augen gerade aus, Mütze auf!“ Es folgte noch ein Vorbeimarsch von der anderen Seite.“ (Josef Bisinger, LA 19). Dieser Vorfall erinnert an zwei andere. Ein heftiger Wortwechsel wegen ein paar Wassertropfen auf dem Kleid der Frau eines Landgerichtsrats bzw. ein Gedicht über die lange Nase eines Gerichtsreferendars im Narrenblättle führten zu Prozessen am Landgericht Frankfurt a. M. bzw. am Reichsgericht in Leipzig (1200 Jahre Hechingen, S.107). 1898 Die Stadt erwarb vorausschauend für die künftige Stadterweiterung ein über sieben Hektar großes Gelände im Süden vor der Stadt zwischen der Heiligkreuz- und der Zollerstraße. Die Südostecke erwies sich schon einige Jahre später als ideales Gelände für den Neubau des Reformreal-gymnasiums und die Anlage des Schulsportplatzes ( W. Sauter, LA 21 f. ; 1200 Jahre Hechingen, S. 142). 1899 Eine Statistik der von ehemaligen Hechinger Realschüler ausgeübten Berufe ergab folgendes Bild: 413 Kaufleute und Gewerbetreibende, 103 Subalternbeamte, 42 Volksschullehrer, 31 Geistliche, 20 Fabrikanten, 13 Ärzte, 10 Offiziere, 6 Oberlehrer usw. 112 Ehemalige waren nach Amerika ausgewandert (Egler, S. 328). 1900 Die Zahl der Schüler, die von 1900 bis 1909 die Schule mit der mittleren Reife verließen, schwankte zwischen 7 und 17. Manche Klasse war nach sechs Jahren um ein Drittel oder mehr zurück-gegangen. Mit dem fakultativen Latein wurden 17 Fächer unterrichtet. Die technischen Fächer Schreiben, Singen, Turnen und Zeichnen standen eher am Rande. Auf den Zeugnissen stand noch viele Jahre hinter der Fachnote die „Lokation“, das heißt die Rangnummer des Schülers nach seiner Leistung. Dieser Zeugnisvermerk war im Kollegium zwar umstritten, wurde aber erst 1927 durch einen Ministererlass vom 1.3. 1927 abgeschafft. Ein ehemaliger Schüler erinnerte sich: "Schulfeste wie heute gab es noch nicht. Wir freuten uns über den Schulausflug, Kaisers Geburtstag und die Jahresschlussfeier mit Preisverteilung" (LA 19, J. Bisinger, S. 56). Die Hohenzollerischen Blätter berichteten am 28. Januar: "Den Festtag selbst kündigten Böllerschüsse und der Donner der Geschütze von Burg Hohenzollern der reich mit Flaggen geschmückten Stadt an. In den Kichen und der Synagoge fand feierlicher Gottesdienst statt. Um 11 Uhr hatte die Kgl. Realschule Festakt im bürgersaal des Rathauses. . . Die Festrede des Hrn. Oberlehrers Ott behandelte die Bedeutung des Gemeinsinnes für das allgemeine Staatswohl." Der Wunsch nach Umwandlung der Realschule in eine Vollanstalt führte über mehrere Jahre zu einem intensiven Meinungsaustausch und zu Verhandlungen zwischen der Stadt, der Schulleitung, dem Provinzialschulkollegium in Koblenz und dem preußischen Kultusministerium in Berlin. Eine Umfrage des Direktors Seemann bei höheren Schulen im benachbarten Königreich Württemberg und im Großherzogtum Baden von Konstanz bis Mannheim wies die Notwendigkeit eines Ausbaus der Schule zu einer Vollanstalt nach. Danach besuchten 1903 etwa achtzig Schüler aus den Hohenzollerischen Landen bzw. 33 Schüler aus dem Oberamtsbezirk Hechingen auswärtige höhere Schulen in Württemberg und Baden, davon etwa ein Drittel die drei oberen Klassen (Festschrift 1910, S. 25; kleines Aktenbündel der Antwortschreiben von 1903, o.S.). Manche Schüler wählten auch das Gymnasium in Sigmaringen, um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Die Lehrerkonferenzen mussten sich immer wieder mit Verstößen gegen die Schulordnung außerhalb der Schule beschäftigen. Orientierung bot eine vom Kultusminister und dem PSK genehmigte, gedruckt vorliegende Schulordnung vom 1.2.1889 (SchA o. S.). Die häufigsten Verstöße betrafen den unerlaubten Wirtshausbesuch und das Biertrinken, selten Diebstahl, unentschuldigtes Fernbleiben vom Gottesdienst oder Verstöße gegen die Sittlichkeit, wie Schreiben von unanständigen Kartengrüßen, das Zeigen unanständiger Bilder oder das Teilen einer Schlafkammer mit zwei Fabrikmädchen und einem Fabrikarbeiter in einem gemieteten Privatquartier (Protokoll der LK vom 10.11.1886, 1.12.1887, 29.7.1890, 25.2.1892, 28.2.1895, 17.10.1900, 30.1.1907, 20.10. 1917, 29.10. und 5.11.1917 ). Arrest (Karzer), Streichung der Freistelle, Herabsetzung der Betragensnote, das "consilium abeundi" (Androhung des Schulausschlusses) oder der Schulverweis wurden je nach Schwere des Verstoßes gegen die Schulordnung verhängt. Ein "Rescript" aus Berlin hatte bereits 1890 verfügt, dass Schüler, die zum Zweikampf schreiten, und die bei dem Duell beteiligten Sekundanten von der Schule zu weisen seien (Protokoll der LK 2.12.1890). 1901 Die Lehrerkonferenz fasste folgenden Beschluss: "Die Schüler dürfen im Klassenzimmer nicht die Mützen auf dem Kopf haben. Wenn der Lehrer in die Klasse kommt, sollen die Schüler stramm stehen. Sie sollen nach der Größe sitzen." (Protokoll der LK 11.10.1901) Der Direktor empfahl in einer LK die Anschaffung von Schultornistern und bat darum, die Schüler nicht zu viele Schul-bücher mitbringen zu lassen. Während in vielen Romanen und Theaterstücken der Jahrhundertwende der typische Lehrer als autoritärer, unnahbarer Pauker karikiert wurde, entwarfen ehemalige Realschüler und ab 1909 Gymnasiasten ein recht differenziertes Bild von ihren Lehrern. So schilderte Josef Sinz aus Thanheim, der 1897 in die Sexta eingetreten war, den Direktor Dr. Baar (1897 - 1901) als eine von allen respektierte Autorität, der sich engagiert der Sorgen seiner Schüler annahm, der alle Schüler mit Vornamen kannte und sich unermüdlich um die Auswärtigen kümmerte. Walter Sauter, der das Gymnasium von 1910 bis 1918 besucht hatte, schrieb in Bezug auf Dr. Remark sogar von "Kamerad" und wusste von dem jungen Deutschlehrer Höller zu berichten, den Schüler noch nach dem Kriege im Gasthof Brielhof besucht haben (LA 21; siehe auch Rolf Johannsen LA 20; vgl. Pörtner, S. 35 ff.). 1903 Immer wieder beschäftigten sich Lehrerkonferenzen mit der "Bekämpfung der Mundart", besonders intensiv am 21.12.1903. Im Protokollbuch wurde festgehalten: "Die Abweichungen der Mundart vom Hochdeutschen . . . müssen durch Sammlungen der Lehrer festgestellt werden. . . Das beste Mittel zur Bekämpfung der Mundart ist die rechte Pflege und die Weckung des Verständnisses für das Verhältnis von Mundart und Schriftsprache. . . Wichtig ist vor allem das Beispiel der Lehrer; namentlich muss der norddeutsche Lehrer seine eigenen, mundartlichen Eigentümlichkeiten ablegen und sich Mühe geben, die (schwäbische) Mundart kennen und würdigen zu lernen." 1904 Die Stadtverordnetenversammlung beschloss einstimmig, sich an den Kosten für die Erweiterung der Realschule zu einer Vollanstalt zu beteiligen. Der Antrag des Direktors Seemann, " durch Konferenzbeschluss . . . auf das Recht körperlicher Züchtigung zu verzichten", wurde mit vier zu drei abgelehnt (Protokoll der LK 18.2.1904). Das Konferenzprotokoll vom 4. November vermerkte: "Der Direktor (machte) auf den hier neu gegründeten Kolonialverein aufmerksam und bittet die Lehrer, . . . diesem Verein beizutreten."
1905 Am 5. Mai schlossen die Stadt und das Königliche Provinzialschulkollegium in Koblenz einen Vertrag über die Kostenverteilung für die Errichtung eines neuen Schulgebäudes mit neun Klassenräumen und einer Turnhalle auf der Lichtnau. 1906
Unter den neuen Lehrern war auch Dr. August Vezin, der wie die meisten nach Hechingen versetzten Lehrer aus dem katholischen Rheinland stammte und seine Jahre in Hechingen als die schönsten seines Lebens bezeichnete, trotz der erlebten Spannungen zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen, zwischen Akademikern und Nichtakademikern, zwischen fürstlichen und königlichen Beamten, zwischen Liberalen und "Klerikalen" (Vezin, S. 77 - 79). Er war acht Jahre Sekretär der Hohenzollerischen Zentrumspartei, wandte sich nach Kriegsende aber gegen deren Neuorientierung, den „republikanischen Kurs“, trat zur Deutschnationalen Volkspartei über und übernahm deren Vorsitz in Hohenzollern (LA 20; 50 Jahre FS, S. 54 f.). Das Kultusministerium teilte mit, dass ab dem Herbsttertial für die unteren vier Klassen der Hechinger Realschule der Lehrplan des Reformrealgymnasiums in Kraft trete. Davon war besonders die Tertia betroffen. Ein achtstündiger Lateinunterricht trat an die Stelle des fünfstündigen Englischunterrichts. Französisch und Mathematik wurde zwei Stunden weniger und Naturkunde und Erdkunde eine Stunde mehr erteilt (Protokoll der LK 25.4. und 9.7.1906). Die Lehrer sollten im Rahmen der Verkehrserziehung die Schüler auf die Gefahren des Automobilverkehrs aufmerksam machen (SchA E 2, Erlass vom 12.2.1906 und 8.8.1913). 1907 Die Verteilung der Bekenntnisse der Schüler war 1907 exemplarisch für die Zeit nach der Jahrhundertwende. Die 84 Katholiken bildeten die große Mehrheit und die Evangelischen lagen mit 12 Schülern bei etwa zwanzig Prozent. Der Anteil jüdischer Schüler war mit 6 Schülern gering, hatte in den zurückliegenden vier Jahrzehnten aber zeitweise rund ein Viertel ausgemacht (Festschrift 1910, S. 49 - 51). Der Zeichen- und Turnlehrer Fritz Oppermann war der erste evangelische Lehrer an der Realschule. Er modellierte 1909 den Reliefschmuck an den Kapitellen in der Vorhalle des neuen Schulgebäudes in der Heiligkreuzstraße. Nachdem das preußische Kultusministerium den Vertrag mit der Stadt endgültig genehmigt hatte, wurde auf der Lichtnau mit dem Bau des Schulgebäudes für das Reformrealgymnasium begonnen. Um Spannungen zwischen den Fächern Biologie und Religion zuvorzukommen, hielt das Protokoll der LK vom 20. Juni fest: "Damit der biologische und der Religionsunterricht nicht in Fehde geraten, soll als sicher auch nur wissenschaftlich Feststehendes vorgetragen werden. . . Für metaphysische Spekulationen hat die Biologie als solche keine Verwendung." Eine "Anweisung zur Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten" vom Aussatz bis zu den Windpocken regelte die Quarantäne und empfahl, "die Schüler über die Bedeutung, die Verhütung und Bekämpfung der (23) übertragbaren Krankheiten aufzuklären." (SchA E 2, Anweisung des Kultusministers 9.7.1907 und 21.9.1927) 1908 Direktor Seitz wies in einer Lehrerkonferenz auf das grundsätzliche Verbot des „Schlagens" hin und empfahl, „wegen der augenblicklich sich (im Deutschen Reich) häufenden Schülerselbstmorde . . . in der Behandlung einzelner Schüler recht vorsichtig zu sein, ... lieber Ermahnungen als Strafen zu gebrauchen" (Protokoll der LK 3.7.1908; erster Hinweis 24.1.1893; siehe auch das ministerielle Schreiben vom 24.12.1889 im SchA E und Wedekinds Drama "Frühlings Erwachen"). Am 23. Dezember nahmen die katholischen Schüler unter Führung ihrer Lehrer an der Feier zum hundertjährigen Geburtstag der Fürstin Eugenie von Hohenzollern- Hechingen an dem feierlichen Hochamt in der Stiftskirche teil. Danach beteiligte sich die Realschule an der allgemeien Feier am Denkmal der Fürstin Eugenie an der Kinderbewahranstalt in der Heiligkreuzstraße (JB 1908 / 09). Während das Uhland-Gymnasium Tübingen die ersten drei Mädchen 1906 aufgenommen hatte (Schulwege, S. 40), mussten die Mädchen in Hechingen noch bis Anfang 1919 warten, bis ihre Gesuche um Aufnahme in Oberstufenklassen vom Kultusministerium in Berlin genehmigt wurden. Inhaltsverzeichnis1. Höhere Schulen von 1776 bis 1909 2. Das Reformrealgymnasium im Kaiserreich von 1909 bis 1918 3. Das Reformrealgymnasium in der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 4. Das Gymnasium / die Oberschule im Dritten Reich 5. Demokratischer Neubeginn 1945 - 1959 Quellen- und Literaturverzeichnis 2831 Seitenaufrufe
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. Juli 2010 ) |
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