Polen

Geschichte des Polenaustauschs

Ein besonderes Austauschangebot des Gymnasiums Hechingen ist der seit 1990 bestehende Austausch mit Polen.titel.JPG

Noch in kommunistischer Zeit wurden zwischen dem Fachbereich Musik unserer Schule und einer Musikschule in Warschau Kontakte geknüpft, die zu einigen musikalischen Austauschbegegnungen führten. Nachdem diese Kontakte v.a. wegen der unterschiedlichen musikalischen Standards aufhörten, gelang es Fr. Margarethe Neuscheler, in unermüdlicher und hartnäckiger Arbeit einen Kontakt mit dem Lizeum in Plonsk (wird etwa ausgesprochen wie „Pojnsk“), einer Kleinstadt in der Nähe von Warschau, herzustellen und zu einem regelmäßigen Schüleraustausch auszubauen.

Nach verschiedenen Probemodellen wird dieser Austausch inzwischen alle zwei Jahre mit Schülern und Schülerinnen der Klassenstufe 11 (ab 2010/2011: Klassenstufe 10) durchgeführt und ist aus dem Angebot des Gymnasium Hechingen nicht mehr wegzudenken.

Dieser Austausch gibt deutschen wie polnischen Teilnehmern die Chance zu einem inhaltlich interessanten Programm, zu menschlich bereichernden Begegnungen und zum Kennenlernen von Land und (gleichaltrigen) Leuten des jeweiligen Nachbarlandes. Für die polnischen Schüler ist natürlich auch der Aspekt des Einübens und Anwendens der deutschen Sprache ein wichtiger Gesichtspunkt.

Wie jeder wirkliche Austausch besteht auch dieser Austausch aus zwei Teilen:

1. In der Regel im Herbst ist die Schülergruppe aus der Partnerschule in Plonsk in Hechingen zu Besuch. Hechinger Schüler und Lehrer bereiten ein Programm für die Gäste bzw. für alle gemeinsam vor. Da die polnischen Schüler nach bisherigen Erfahrungen relativ gut deutsch sprechen, war die Verständigung nie ein größeres Problem.

2. Im zweiten Schulhalbjahr, also etwa Mai, findet gewöhnlich der Gegenbesuch in Polen statt. Die Hechinger Gruppe verbringt 5 – 6 Tage bei den Austauschpartnern in Plonsk und lernt ihre Familien mit ihrer herzlichen Gastfreundschaft sowie ihre Schule und ihre Stadt kennen. Von Plonsk aus stehen auch Ausflüge in die polnische Hauptstadt Warschau mit ihrer weltberühmten Altstadt und in andere Städte wie z.B. Thorn oder Olsztyn (Allenstein) auf dem Programm.Polenkarte

Dank guter persönlicher Beziehungen zu Grzegorz Kulinski, einem ehemaligen Plonsker Schüler, war es von Anfang an möglich, unmittelbar vor oder nach dem Austausch in Plonsk einen Studienaufenthalt von etwa vier Tagen in Krakau, der alten polnischen Königsstadt, verbringen. Neben der Besichtigung der Stadt mit der bekannten Marienkirche und den Tuchhallen gehören auch Exkursionen in die Umgebung zum Programm. Sie führen z.B. in ein altes Salzbergwerk oder in die Gebirgslandschaft der Beskiden, aber auch nach Auschwitz, wo das dunkelste Kapitel unserer Geschichte hautnah erfahrbar wird, und niemand mehr den Sinn einer Verständigung zwischen den Völkern erklären muss.

Nach der Pensionierung von Fr. Neuscheler übernahm das Team H. Beck, H. Breitsprecher, Fr. Konrad, Fr. Wünnenberg und (seit 2005) H. Leibersperger die Betreuung des Austauschs. Diese Lehrerinnen und Lehrer stehen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.


Krakau

 

Bericht zum Polenaustausch 2015/16