Austausch mit Collège des Missions Blotzheim (F)

 

Im elften Jahr ist der Austausch zwischen Französischschülern der sechsten Klassen des Hechinger Gymnasiums und der bilingualen 6. Klasse der katholischen Privatschule Collège des Missions im elsässischen Blotzheim (bei Mulhouse) schon zur Tradition geworden.

So gehört die Harmonie zwischen digitaler (Organisation der Begegnung durch die verantwortlichen Lehrer beider Seiten) und analoger Kommunikation zu den Merkmalen dieses Austausches. Steckbriefe werden mit Schönschrift und Bild versehen von den Schülern ausgefüllt, auf dem Postweg – man glaubt es kaum – in das Nachbarland verschickt. Vielleicht könnte man den Austausch schon mit dem Label „Retro“ versehen, da die briefliche Verständigung zwischen den Partnern bis zum Eintreffen der Blotzheimer Gäste aufrechterhalten wird. „Post aus Hechingen“ – „Post aus Blotzheim“ diese Worte waren mit Spannung, Warten, Erwarten gefüllt.

Dann war es soweit. Am Montag 25.03. um die Mittagszeit traf der französische Bus ein. Teilnahme am Familienleben, der Spaziergang durch den Wohnort bestimmten den weiteren Verlauf des ersten Tages, die in der Umgebung liegenden Eisdielen verzeichneten ein Plus. Am Abend folgten die französischen Kolleginnen Isabelle Worotnik und Cathérine Colombo sowie die in diesem Schuljahr für den Austausch verantwortlichen Hechinger Kolleginnen Ute Penz und Beate Widmaier der Einladung von Schulleiterin Melanie Dreher. Im angeregten Gespräch zeigte sich, dass Unterschiede zwischen beiden Ländern vorwiegend im Schulsystem als Solchem lagen; Wünsche, Erwartungen, Probleme von Sechstklässlern hier wie dort sich aber durchaus ähnelten.

Der gemeinsame Ausflug am darauffolgenden Dienstag führte zunächst nach Stuttgart ins Daimler-Benz-Museum, seit Jahren ein mit Erfolg gekrönter „Dauerbrenner“ im Austauschprogramm. Danach ging es zurück in heimatliche Gefilde. Die Besichtigung der Burg Hohenzollern stand auf dem Programm, und bei der Führung wurde der „Alte Fritz“ im kollektiven Gedächtnis der jungen Franzosen und Deutschen verankert, da er mit dem Kartoffelimport nach Deutschland auch die Geburt der „Pommesfritz“ bewirkt hatte.