Ich verbessere mein Leben!

Unter diesem Motto steht die Arbeit, der sich die Organisation INPRHU-Estelí mit dem Programm mejorando mi vida y mi comundidad I/II verschrieben hat. Und seit fast drei Monaten bin auch ich im über 30-köpfigen Team des Instituts zur Förderung des Menschen zu finden...

                                                                              

Nachdem ich mich in Deutschland schon mit Herz und Blut auf meinen Freiwilligendienst in der Organisation Instituto Mujer y Comunidad (IMC/Institut „Frau und Gemeinde“) vorbereitet habe – alle Warnungen seitens des Welthauses, es könnte eventuell noch ein Projektwechsel anstehen, tapfer ignorierend – wartete mein Mentor Terry bereits in Managua mit der Nachricht auf mich, die finanzielle Situation des IMC habe sich so verschlechtert, dass er es für eine bessere Idee halte, mir ein neues Projekt zu suchen.

Somit war ich zwar die einzige Freiwillige der Gruppe, die nach ihrer Ankunft in Nicaragua noch nicht wusste, wo sie das ganze Jahr über arbeiten wird, aber ich war auch die einzige, die persönlich verschiedene Projekte besuchen konnte, um eine Entscheidung zu fällen.

Am Ende blieben zwei Organisationen übrig, die für mich in Frage kamen. Zum Einen el Foro Miraflor, welches mich schon allein deshalb reizte, da es mit Gemeinden in dem wunderschönen Naturreservat Miraflor arbeitet und zum Anderen el Instituto de Promoción Humana – Estelí (INPRHU-Estelí).

Im Endeffekt habe ich mich für das INPRHU entschieden – ein Institut, das sich in einer Broschüre als Nichtregierungsorganisation beschreibt, die keinen Luxus anstrebt, sondern sich für eine gerechtere Gesellschaft , Gleichheit und Solidarität einsetzt. Das Projekt mit dem diese Ziele erreicht werden sollen heißt mejorando mi vida y mi comunidad und wird mit Hilfe der Partnerorganisationen Christian Children´s Fund of Canada (Kanada) und BORNEfonden (Dänemark) durch Patenschaften finanziert.

Das Programm Mejorando mi vida y mi comunidad wiederum ist in sechs Bereiche aufgeteilt:

1. Bildung
2. Gesundheit und Ernährung
3. Wasser, Sanierungsmaßnahmen und Hygiene
4. (Selbst-) Verteidigung
5. Entwicklung von nachhaltigen Lebenswegen
6. Stärkung der Gemeindeorganisation

Mich hat es in die Nummer drei verschlagen: Agua, saneamiento y higiene

In diesem Arbeitsbereich, bin ich in die verschiedensten Aktivitäten involviert und das Problem, das viele Freiwillige haben, nämlich, dass es ihnen an Arbeit fehlt, werde ich hier sicher nicht so schnell finden.
Ob Recycle-Workshops, Weiterbildungen über das Verhalten im Falle einer Naturkatastrophe, Bildungsmessen oder das Erarbeiten von Berichten über die einzelnen Events – es gibt immer etwas zu tun und ich bin froh in den kommenden zehn Monaten die Möglichkeit zu haben, mich um einige spannende Erfahrungen zu bereichern!