Wie gestaltet man einen aussagekräftigen Lebenslauf?

Ganz egal, ob ihr euch an einer Uni, einer FH, einer dualen Hochschule oder für eine Ausbildung bewerbt, früher oder später kommt ihr an einem Dokument nicht mehr vorbei: die Rede ist natürlich vom

Das Layout.

Das Layout ist nicht zu unterschätzen - es gehört zu den wichtigsten Aspekten eines Lebenslaufs. Wenn das Dokument freundlich, schlicht und übersichtlich gestaltet ist, hat der Leser eine positive Grundeinstellung und auch mehr Lust, sich eingehend damit zu beschäftigen.
Zunächst solltet ihr eure Kontaktdaten in einer leserlichen Schrift in der Kopfzeile unterbringen. So hat es der Leser leichter, die Informationen mit eurem Namen zu verknüpfen und prägt sich markante Aspekte gleich mitsamt eurem Namen ein - ein großer Vorteil für euch. Das Ganze könnte ungefähr so aussehen:

Natürlich gibt es tausende Möglichkeiten, so eine Kopfzeile zu gestalten - aber haltet sie möglichst schlicht. Außerdem sieht es bei mehrseitigen Lebensläufen besser aus, diese Zeile nur auf der ersten Seite zu drucken. Das könnt ihr bei den Druckeinstellungen entsprechend eingeben.

Bei der Schrift solltet ihr - wie beim Motivationsschreiben - auf eine leserliche, klare Schriftart achten. Sie sollte dieselbe wie beim Motivationsschreiben sein, damit alles einheitlich aussieht.

Ein Foto ist nicht erforderlich, sieht aber nett aus und macht einen guten Eindruck - natürlich nur wenn es ein professionelles Bewerbungsfoto vom Fotografen ist. Achtet dabei darauf, dass ihr helle Farben tragt, dass das Bild gut ausgeleuchtet ist und dass ihr freundlich schaut. Aber die meisten Fotografen kriegen das von allein super hin.

Am besten untergliedert ihr euren Lebenslauf in Sinnabschnitte mit deutlich gekennzeichneten Überschriften. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Natürlich könnt ihr auch hier fröhlich herumformatieren, bis es euch gut gefällt. Word bietet da sehr viele tolle Möglichkeiten, so einen Lebenslauf richtig professionell aussehen zu lassen. Was richtig gut aussieht, ist, wenn ihr ganz unten noch zwei Striche für Datum und Unterschrift hinzufügt, die ihr nachher von Hand ausfüllt.

 

2. Der Inhalt - allgemein

Prinzipiell könnt ihr so viele Abschnitte machen, wie ihr möchtet. Achtet aber darauf, nicht wegen jedem kleinen Praktikum einen neuen Abschnitt einzuführen. Bleibt bei großen Sinnabschnitten wie "Persönliche Daten", "Schule" oder "Sprachkenntnisse". Genrell gilt: alles, was ihr je tolles gemacht habt, muss rein. Ihr wart bei einem Austausch dabei? Super! Ihr habt in einer AG teilgenommen? Rein damit! Achtet aber darauf, nicht zu kleinlich zu werden. Eure Hobbies wie reiten oder Tennis haben da nichts zu suchen. Es geht nur um Qualifikationen, die für ein Studium oder einen Job relevant sind. Wenn ihr euch für Sportmanagement bewerbt, ist es natürlich sinnvoll das einfließen zu lassen. Bei BWL steht ihr damit allerdings eher dumm da. Also je nach Studiengang und Job abwägen!

Tipps:

  1. Zur Schule gehört KEINE Grundschule. Das ist ewig her und da wart ihr noch klein - das interessiert niemanden und hat keinen Einfluss auf euren Werdegang.
  2. Sortiert eure Tätigkeiten nach Neuigkeit: Das neuste GANZ OBEN, das alte GANZ UNTEN. So sieht man gleich, was ihr gerade macht bzw. bis vor kurzem gemacht habt.
  3. Daten so genau wie möglich angeben - z.B. 23.10.2010 - 01.05.2011. Wenn ihr das Datum nicht genau wisst, könnt ihr Mai 2011 schreiben oder 05/2011.

3. Sprachkenntnisse richtig angeben

Sprachkenntnisse sind in vielen Jobs sehr wichtig. Also gebt sie so genau und realistisch wie möglich an. Wenn ihr ein Zertifikat habt (z.B. Cambridge Certificate) lest darauf nach, wie gut eure Qualifikation eingestuft wurde. "Fließend" könnt ihr nur schreiben, wenn ihr problemlos über komplexe Themen diskutieren könnt und über ein großes, auch thematisches Vokabular verfügt, das ihr nahezu fehlerfrei anwenden könnt. Wenn ihr in der Schule im Bereich zwischen 1 und 2 wart, könnt ihr auch "sehr gute Kenntnisse" schreiben. Wenn ihr schlechter wart, sind "gute Kenntnisse" angebracht. "Grundkenntnisse" schreibt ihr nur, wenn ihr die Sprache z.B. nur 2 Jahre belegt habt oder schlechter als eine 4 wart.

4. Mögliche Kategorien

Ich unterteile meinen Lebenslauf in "Persönliche Daten", "Schule", "Schulisches Engagement", "Nebentätigkeit und Praktika", "Sprachkenntnisse" und "Auslandserfahrung". Wie ihr das genau macht, kommt natürlich auf eure individuellen Qualifikationen an.

 

Du brauchst Hilfe beim Erstellen deines Lebenslaufs? Schreib mir eine e-Mail an alumniblog.laura@yahoo.de